Sechsstellige Summe fehlt 

Erfurt mit Ex-Kasseler Nicolai Lorenzoni droht das Aus

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Nicolai Lorenzoni 

Erfurt. Dem finanziell arg gebeutelten Fußball-Regionalligisten Rot-Weiß Erfurt droht die Einstellung des Spielbetriebs.

Wie der Drittliga-Absteiger gestern bekannt gab, wurde die avisierte Zusage über ein Massedarlehen überraschend zurückgezogen. Sollte dieses in den kommenden Tagen nicht gewährt werden, drohen einschneidende Konsequenzen.

Insolvenzverwalter Volker Reinhardt wäre dann aus insolvenzrechtlichen Gründen gezwungen, die Erfurter vom Spielbetrieb abzumelden. Der Rechtsanwalt gibt sich jedoch kämpferisch: „Ich gebe noch nicht auf und kämpfe weiter. Aber die Zeit wird knapp“, wird Reinhardt in einer Mitteilung der Erfurter zitiert. Die Anhänger der Rot-Weißen müssten sich nun auf „alles einstellen“. Ohne das Darlehen fehlt dem Verein eine sechsstellige Summe.

Eine Abmeldung vom Spielbetrieb wäre gleichbedeutend mit dem Abstieg aus der Regionalliga. In der vergangenen Saison hatten die Erfurter einen Insolvenzantrag eingereicht und waren daraufhin mit Punktabzug bestraft worden. Sportlich lief es in der Regionalliga Nordost zuletzt gut für die Thüringer. Nach neun Spielen in Serie ohne Niederlage ist Erfurt aktuell Tabellenvierter.

Lorenzoni seit 2018 in Erfurt

In Erfurt steht derzeit auch ein alter Bekannter unter Vertrag: Im Sommer wechselte Nicolai Lorenzoni von der TuS Koblenz in die Regionalliga Nordost. Der 26-Jährige spielte von 2015 bis 2017 zwei Jahre für den KSV Hessen Kassel. Anschließend ging er nach Koblenz, stieg mit diesem Klub aber wie die Löwen aus der Regionalligas Südwest ab. Auch die TuS ist mittlerweile insolvent, das Verfahren wurde im Juli eröffnet. (mit sid) 

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