KSV Hessen Kassel erhält Regionalliga-Zulassung ohne Auflagen

Die Zulassung ist da: Der KSV Hessen darf auch in der kommenden Saison Regionalliga spielen. Ob er es auch kann, das ist noch nicht entschieden. Foto: Hedler

Kassel. In diesen Tagen sind positive Nachrichten rund um die Löwen ja alles andere als selbstverständlich. Für eine hat nun zumindest die Ligenleitung der Fußball-Regionalliga Südwest gesorgt.

Sie erteilte dem KSV Hessen Kassel die Zulassung für die kommende Saison – ohne Auflagen, und so wie allen anderen Klubs auch. Die Südwest-Gruppe wird so erneut mit 19 Mannschaften in die Saison gehen. Und: Diese Gruppe ist attraktiv wie nie zuvor.

Ob die finanziell auf der Kippe stehenden Löwen am Ende tatsächlich in dieser Regionalliga spielen, ist allerdings ungewisser denn je. Die Zulassung durch die Liga ist ja nicht gleichbedeutend mit einer kompletten Prüfung der Wirtschaftlichkeit. Weiterhin ist die Suche des KSV nach finanzstarken Partner offenbar nicht von Erfolg gekrönt. Und es mehren sich die Anzeichen, dass die Löwen den Gang in die Insolvenz kaum werden vermeiden können.

Die Zahlungsunfähigkeit hieße allerdings nicht unbedingt, dass der KSV nicht weiter Regionalliga spielen könnte. „Es wäre ungeheuer wichtig für die Region, dass wir weiter in so einer attraktiven Liga spielen können“, sagt Trainer Tobias Cramer. Die Liga nämlich würde sich lohnen. Das 19er-Feld hat es in sich. Das liegt natürlich zum einen daran, dass sich auch in diesem Jahr die beiden Südwestvertreter SV Elversberg und Waldhof Mannheim in den Aufstiegsduellen nicht durchsetzen konnten. Zum anderen ist mit Absteiger FSV Frankfurt ein weiterer hessischer Rivale dazugekommen, mit dem der KSV sich in der Vergangenheit einige brisante Duelle geliefert hat.

Kickers Offenbach, der 1. FC Saarbrücken und die Stuttgarter Kickers sind drei weitere Klubs, die für gute Zuschauerzahlen sorgen können. Ulm, Worms und Koblenz gehören zu den Klubs, die einiges an Tradition mitbringen. Interessant auch: Erstmals wird es in der Regionalliga ein Mainzer Stadtderby geben. Möglich machen das der Drittliga-Abstieg des FSV Mainz 05 II und der Aufstieg von Liga-Neuling Schott Mainz.

Tobias Cramer urteilt: „Diese Gruppe ist eine verkappte dritte Liga. In der Breite ist sie unglaublich stark. Nur an der Spitze fehlt offenbar etwas im Vergleich mit einigen anderen Gruppen.“ Der Trainer und sein Team bauen im Hintergrund an einer Mannschaft für die Viertklassigkeit. Und er muss hoffen, dass er diese Mannschaft auch ins Rennen schicken darf.

Die Zusammenstellung der Südwest-Gruppe: FSV Mainz II, FSV Frankfurt, SV Elversberg, Waldhof Mannheim, 1. FC Saarbrücken, TSG Hoffenheim II, TSV Steinbach, Wormatia Worms, VfB Stuttgart II, TuS Koblenz, SSV Ulm, Hessen Kassel, Astoria Walldorf, Kickers Offenbach, Stuttgarter Kickers, SC Freiburg II, Schott Mainz, Eintracht Stadtallendorf, Röchling Völklingen.

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