Samstag, 14 Uhr, Auestadion

Erinnerung an die Enttäuschung: 5 Gründe, warum es für den KSV Hessen gegen Großaspach dieses Mal besser läuft

Mike Feigenspan.
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Hier ist er enttäuscht: KSV-Angreifer Mike Feigenspan.

Sicher, Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel hat in dieser Saison nicht erst eins, sondern acht Spiele verloren. Doch die erste Niederlage der Spielzeit ist bei den Beteiligten noch im Kopf.

Kassel – Jascha Döringer sagte nach seinem ersten Tor für den KSV am vergangenen Freitag gegen Steinbach vorausblickend: „Da haben wir noch was gut zu machen.“ Denn das 1:4 am 2. Spieltag in Großaspach war nicht nur die höchste Pleite der Saison. Nein, es war auch das einzige Spiel, in dem die Löwen vier Gegentore kassierten. In jeder weiteren Begegnung waren es maximal zwei.

Trainer Tobias Damm spricht vom „schlechtesten Spiel der Saison“, wenn er an das erste Aufeinandertreffen im August denkt. „Danach sind wir vom Feld gegangen und mussten uns eingestehen, dass der Gegner besser war“, sagt er.

Zuletzt ließ der KSV zwar Punkte liegen – aber häufig war mehr drin, oft scheiterten die Löwen an der eigenen Effektivität. Das soll am Samstag ab 14 Uhr im Auestadion anders sein, wenn Großaspach zu Gast ist. Wir haben fünf Gründe zusammengestellt, warum es diesmal für den KSV besser läuft.

1. Weil die Löwen diesmal ein besseres Spiel machen: Gut, das klingt jetzt ein bisschen einfach. Genau das ist aber die Erklärung von Coach Damm auf die Frage, warum es morgen anders läuft als im Hinspiel. „Weil wir dieses Mal ein besseres Spiel machen.“ Manchmal braucht es keine großen Erklärungen, da reichen simple Dinge. Damm fügte an: „Im Hinspiel hatten wir viel zu große Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen. Beim zweiten und dritten Tor wurden wir ausgekontert.“ Seitdem hat sich aber viel getan, der KSV stellt die fünftbeste Abwehr der Regionalliga Südwest.

2. Weil der KSV zuhause immer noch etwas besser ist: Klar, ungeschlagen sind die Löwen im Auestadion nicht mehr, sie verloren gegen Walldorf und Aalen. In diesen beiden Partien war aber mehr möglich. Und: 15 von 23 Punkten holten die Löwen auf dem eigenen Platz. Dass sie heimstark sind, ist kein Geheimnis. Zwei Heimspiele in Folge haben sie in dieser Spielzeit noch nicht verloren, und auf die erste Niederlage zuhause gegen Walldorf folgte ein weitestgehend überzeugender Sieg gegen Schott Mainz. Warum also nicht morgen wieder?

3. Weil Geschichte sich wiederholt: In der vergangenen Saison verlor der KSV das Hinspiel gegen Großaspach 0:2 – und gewann das Rückspiel nach 0:2-Rückstand noch 3:2. Die Treffer für Großaspach erzielten damals Sebastian Schieck und Marvin Cuni, für den KSV Hessen trafen Lukas Iksal (2) und Ingmar Merle. Merle wird zwar heute mit Innenbanddehnung fehlen, dafür könnte Kevin Nennhuber nach langer Verletzungspause erstmals wieder im Kader stehen. „Er macht das Training voll mit und hat eine Chance“, sagt Damm. Und damit zurück zu einer sich vielleicht wiederholenden Geschichte. Nennhuber fehlte in der vergangenen Saison ebenfalls im Hinspiel gegen Großaspach. Beim Sieg im Rückspiel war er dann aber dabei – und führte den KSV in Abwesenheit von Frederic Brill sogar als Kapitän aufs Feld.

4. Weil Rückschläge die Löwen nicht entmutigen: Nennhuber könnte zwar zurückkehren, immer noch fehlen dem KSV aber Merle, Tim Brandner, Marco Dawid, Nicolas Gröteke, Leonardo Zornio, Nils Stendera, Paul Stegmann – und nun auch Jon Mogge. Der Stürmer musste am Fuß operiert werden und fällt für den Rest der Hinrunde aus. Doch nicht erst in dieser Saison geht der Trend dahin: Wenn es personell immer aussichtsloser wird, liefern die Löwen die überraschendsten Ergebnisse ab.

5. Weil sie den Feige noch nicht kennen: Vielleicht erinnert sich der eine oder andere an die Ansprache von Jürgen Klinsmann bei der WM 2006 an die deutschen Nationalspieler vor der Partie gegen Argentinien (Endstand 4:2 nach Elfmeterschießen). „Unseren Kapitano kennen die noch gar nicht. Wir hatten sie schon zweimal ohne Micha. Heute sind die fällig“, rief er damals in der Kabine. Memo an Tobias Damm: Falls die Ansprache für morgen noch nicht fertig ist – das könnte doch was sein. Mike Feigenspan ist zwar nicht der Kapitano. Aber einmal hatte der KSV Großaspach ohne ihn. Morgen sind sie fällig. (Maximilian Bülau)

2G und Maskenpflicht im Auestadion

Auch Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel muss nach dem Bund-Länder-Gipfel und neuen Verordnungen gestern sein Konzept für Heimspiele anpassen. Für die Partie morgen im Auestadion gegen Großaspach (Anpfiff um 14 Uhr) gilt nicht mehr die 3G-, sondern die 2G-Regel. Heißt nur noch Geimpfte und Genesene sind zugelassen. Nachweise wurden bereits seit Beginn der Saison am Eingang kontrolliert.

Zudem gibt es nun eine komplette Maskenpflicht im Stadion. Zuletzt war diese gelockert worden, Zuschauer hatten diese nur noch auf den Wegen im Stadion, nicht jedoch auf ihrem Platz tragen müssen. Jetzt muss die Maske – wie bereits in der vergangenen Saison – auch auf dem Platz getragen werden.

Eine Begrenzung der Auslastung gibt es aber nicht. Bislang kamen rund 1500 Zuschauer zu den Heimspielen des KSV. Das wird auch weiterhin möglich sein. (Maximilian Bülau)

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