KSV Hessen hinten besser, Baunatal vorn schwach 

Derby-Erkentnisse: Eine Fünferkette und ein Offensiv-Problem

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Frederic Brill, Kapitän des KSV Hessen

Es war ein Krisenderby zwischen dem KSV Baunatal und dem KSV Hessen Kassel in der Fußball-Hessenliga.

Beide Mannschaften blieben bislang hinter ihren Ansprüchen zurück. Nach dem 1:0-Sieg der Kasseler im Parkstadion sieht die Welt für die Löwen deutlich besser aus. Der Erfolg war vor allem auch einem taktischen Schachzug zu verdanken, den so wohl kaum jemand erwartet hatte. Die Erkenntnisse des Derbys:

Die Fünferkette: Schon der Aufstellungsbogen verriet: Der KSV Hessen legte das Augenmerk auf die Defensive. Mißbach, Häuser, Brandner, Schneider, Evljuskin, Brill – das klingt eher nach Bollwerk als nach spielerischem Hochgenuss.

Und so war es auch. Die Löwen spielten mit einer Fünferkette mit Kapitän Frederic Brill im Zentrum, Alexander Mißbach und Jan-Philipp Häuser an seiner Seite. Links und rechts außen waren Tim Brandner und Dominik Schneider im Einsatz. Davor sicherten Alban Meha und Sergej Evljuskin ab. Baunatals Trainer Tobias Nebe gab hinterher zu, von diesem taktischen Mittel überrascht worden zu sein. „Ich habe mit einer ganz anderen Spielweise gerechnet“, sagte er.

Dietmar Hirsch, Trainer des KSV Hessen

Aber es wirkte. Der defensiv zuletzt so verunsicherte KSV stand mit Brill in der Abwehr sicher, ließ über 90 Minuten keine einzige richtige Möglichkeit der Baunataler zu. Auch weil das Zentrum dicht war, das 4-4-2 des Heimteams mit einer Raute im Mittelfeld so überhaupt nicht zur Entfaltung kam. „Wir mussten das jetzt mal so machen. Wir brauchten einfach mal die Sicherheit in der Abwehr“, sagte Hirsch. Und er schob nach: „Wenn der Trainer mit einer bestimmten Art Fußball zu spielen zufrieden ist, dann ist dieses System auch etwas für die Zukunft.“

Das Offensiv-Problem:In der Defensive standen auch die Gastgeber gut – wie schon so häufig in dieser Saison haperte es im Angriff. Diesmal lag es aber nicht an der Chancenverwertung. Baunatal wirkte gegen das Abwehrbollwerk der Gäste ideenlos. „Gegen den tief stehenden Gegner haben uns die Mittel gefehlt“, sagte Nebe.

Tobias Nebe, Trainer des KSV Baunatal

„Es war schwer, hinten herauszuspielen, da der KSV Hessen nur auf Fehler von uns gelauert hat“, sagte Baunatals Maximilian Blahout. „Der Gegner hat es taktisch sehr gut gemacht. Es ist enttäuschend, das Derby wegzuschenken, ohne richtig ins Spiel gekommen zu sein.“

Derby in der Hessenliga: KSV Baunatal empfängt KSV Hessen

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Die Baunataler müssen sich erst mal auf einen längeren Verbleib im Tabellenkeller einstellen. „Es kommen schwierige Wochen auf uns zu, aber die haben wir früher schon gemeistert“, sagte Nebe. „Wir müssen das nächste Spiel in Dietkirchen gewinnen. Dann ist es auch egal, ob 5:4 mit Hurra-Fußball oder 1:0 mit einer defensiven Ausrichtung.“ 

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