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Erster Saisonsieg des KSV Hessen: Es gibt wieder Bier in der Kabine

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Von: Maximilian Bülau, Torsten Kohlhaase

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(von links) Serkan Durna, Nils Stendera, Frederic Brill, Alexander Mißbach, Jascha Döringer und Noah Jones.
Im Jubel vereint: Serkan Durna (von links), Nils Stendera, Frederic Brill, Alexander Mißbach, Jascha Döringer und Noah Jones freuen sich über den ersten Saisonsieg des KSV Hessen. © Dieter Schachtschneider

Die Felsbrocken, die da am Samstag von allen purzelten, die es mit dem KSV Hessen hielten, waren kaum zu überhören. Im elften Anlauf hat es endlich geklappt: der erste Saisonsieg in der Fußball-Regionalliga Südwest.

Kassel – Das 2:0 (2:0) gegen die Reserve des VfB Stuttgart war so etwas wie eine riesengroße Befreieung. Nicht nur auf dem Platz erinnerte die starke Leistung in vielen Dingen an die Auftritte aus der vorherigen Spielzeit.

„In der vergangenen Saison haben wir nach Siegen immer zusammen ein Bier in der Kabine getrunken. In dieser Saison haben wir das bislang noch nicht machen können. Aber heute gibt es endlich wieder Bier in der Kabine“, sagte Vorstandsmitglied Jens Rose. Durch die Koblenzer Niederlage gegen Worms konnte der KSV zudem erstmals seit dem dritten Spieltag die Rote Laterne wieder abgeben.

In einer Partie zweier unglaublich hoch pressender Mannschaften ließen die defensiv auf eine Dreier- respektive Fünferkette gestützten Gastgeber nur zwei Torannäherungen der Stuttgarter in der ersten Halbzeit zu. Und selbst war der KSV im Spiel nach vorn endlich effektiv. Die erste Möglichkeit führte zum 1:0. Nael Najjar und der starke Lukas Iksal spielten sich auf der rechten Seite den Ball zu, Iksal bediente schließlich Jascha Döringer, der aus 13 Metern per Schlenzer das 1:0 erzielte (21.).

„Jeder hat heute dicht am Maximum gespielt. Über 90 Minuten konnten wir Stuttgart unser Spiel aufdrücken, es ist so ein geiles Gefühl, endlich gewonnen zu haben“, sagte Iksal. Dass es schon vor der Pause recht entspannt zuging, war auch der Verdienst von Noah Jones. Eine Flanke auf den zweiten Pfosten fand den Angreifer, der legte sich den Ball am Verteidiger vorbei, sprintete hinterher und spitzelte die Kugel dann gerade noch so zurück zu Nils Stendera, der seine Rolle auf der Doppelsechs neben Frederic Brill glänzend erledigte und zum 2:0 einschob (43.).

„In Sachen Intensität und Aktivität war das über 90 Minuten und in allen Phasen des Spiels heute richtig gut. Es war ein sehr, sehr guter Auftritt gegen eine der spielstärksten Mannschaften der Liga. Wir wollten den Stuttgartern diese Stärke nehmen, das haben wir geschafft“, sagte KSV-Trainer Tobias Damm. Um dann noch nachzulegen: „Heute feiern wir, morgen freuen wir uns und ab Montag konzentrieren wir uns auf Ulm.“

Erst das zweite Mal führten die Löwen überhaupt in dieser Saison. Und der KSV war auch nach der Pause weiter nah am Gegenspieler dran, aufmerksam, giftig – und sorgte immer wieder selbst für Gefahr. Die beste Möglichkeit hatte zunächst Serkan Durna, der aus drei, vier Metern zweimal die Chance aufs 3:0 hatte, jeweils aber an den Beinen der Stuttgarter Abwehr scheiterte (60.).

„Dieser Sieg war längst überfällig. Jetzt müssen wir versuchen, diese Euphorie in die nächsten Spiele mitzunehmen“, sagte Durna. Die Löwen ließen nichts mehr anbrennen und nahmen ihren Gästen den Spaß am Fußball. Der erste Saisonsieg des KSV war wie eine Wiedergeburt – und Bier gab es dann ja auch wieder in der Kabine. (Torsten Kohlhaase und Maximilian Bülau)

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