Samstag, 14 Uhr

KSV Hessen beim FSV Frankfurt zu Gast: Es holpert am Bornheimer Hang

Muhamed Alawie.
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Nicht mehr dabei: Muhamed Alawie.

Die Bilanz der Vorbereitung des FSV Frankfurt liest sich ziemlich beeindruckend. Acht Spiele, acht Siege, 37:2 Tore.

Kassel – Sogar Waldhof Mannheim hat der FSV 3:1 geschlagen – der Drittligist hatte ja kürzlich dem großen Nachbarn Eintracht Frankfurt in der ersten Runde des DFB-Pokals ein frühes, schmerzhaftes Aus zugefügt. Beim FSV schien alles gut trotz eines größeren Umbruchs im Kader mit insgesamt mehr als 20 Ab- und Zugängen. Und nach einer starken Saison, die der Fußball-Regionalligist auf dem sechsten Platz der Südwest-Staffel beendete.

Doch schon vor dem vierten Spieltag, an dem der KSV Hessen Kassel heute ab 14 Uhr in Frankfurt zu Gast ist, holpert es am Bornheimer Hang. Drei Spiele, kein Sieg, den bislang einzigen Punkt gab es am ersten Spieltag beim 3:3 in Ulm. Anschließend ging der Heimauftakt gegen Koblenz 0:1 verloren. Am vergangenen Dienstag unterlag der FSV nun der Reserve der TSG Hoffenheim 1:3. Die Südhessen sind damit Teil eines etwas skurrilen unteren Tabellendrittels. Elversberg als Schlusslicht, davor Homburg, Walldorf und der FSV. Auch Steinbach als 14. befindet sich in Abstiegsgefahr. Gut, es sind erst drei Spieltage absolviert.

Dennoch: Einige Favoriten haben Startschwierigkeiten. Und dazu gehören eben auch die Frankfurter. Die haben in Angelo Barletta seit diesem Sommer einen neuen Trainer. Der 44-Jährige, der von 2007 bis 2009 selbst für den FSV spielte, war nach seiner Entlassung beim Ligakonkurrenten aus Offenbach im Dezember 2020 ohne Anstellung und folgt auf Thomas Brendel, der sich nun wieder auf seinen Job als FSV-Sportdirektor konzentriert.

Damit hatte Brendel in diesem Sommer dann auch gut zu tun. Vor allem in der Defensive galt es für ihn, die Abgänge von Dominik Nothnagel und Luca Bazzoli zu kompensieren. Das Stammduo der Innenverteidigung aus der Vorsaison verließ den FSV Richtung Stuttgart II. Nothnagel führte die Reserve des Bundesligisten am Mittwoch beim 2:3 in Kassel als Kapitän aufs Feld. Offensiv haben die Südhessen zwar den in Northeim geborenen Muhamed Alawie verloren, der in diesem Sommer auch beim KSV im Gespräch war. Mit Arif Güclü und Jake Hirst (zwei Saisontore) stehen aber weiterhin zwei gefährliche Angreifer im Aufgebot.

Vielleicht können die Löwen es heute aber ausnutzen, dass es am Bornheimer Hang holpert. Doch auch KSV-Trainer Tobias Damm ist vor dem Gastspiel in Frankfurt nicht sorgenfrei. Nach dem Ausfall von Alexander Mißbach, der gegen Stuttgart früh ausgewechselt werden musste, stehen ihm für das Hessenderby nur 15 Feldspieler zu Verfügung. (Maximilian Bülau)

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