Ex-KSV-Trainer Wolf: Tadel vom Bürgermeister

Uwe Wolf

Kassel. Neues von Uwe Wolf, dem ehemaligen Trainer des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen, wobei: Irgendwie kommt einem das Strickmuster bekannt vor. Wolf hat seine Mannschaft vom Bayern-Regionalligisten Wacker Burghausen wieder nach oben geführt. 

Aktuell belegt das Team Platz vier, in der vergangenen Saison rettete der 48-Jährige die Elf vor dem Abstieg. Das Problem aber ist: Wolf hat nun Ärger mit dem ehemaligen Präsidenten des Klubs, der zugleich Bürgermeister Burghausens ist.

Der Mann heißt Hans Steindl, er holte Wolf nach dessen Abschied ein zweites Mal nach Burghausen. Doch jetzt ist er sauer. Der Grund: Seiner Meinung nach solidarisiert sich Wolf zu sehr mit dem harten Kern der Fans. Am vergangenen Wochenende – beim 2:3 in Regensburg – sorgten einige fast für einen Abbruch. Laut Süddeutsche Zeitung (SZ) flogen Brandsätze.

Der Verein will die Anhänger bestrafen. Wolf aber bekennt sich zu einem Großteil dieser Fans. In der SZ wird er so zitiert: „Es ist kein Geheimnis, dass der eine oder andere Freund von mir in der Kurve steht.“ Er spricht darüber hinaus von ein paar Unbelehrbaren. Zu den Wurfgeschossen sagte er: „Das passiert auch mal, sie waren ein Stück weit drüber.“ Insgesamt habe er von der Atmosphäre aber immer noch Gänsehaut.

Wolf bleibt Wolf. Schon beim KSV Hessen suchte er den Kontakt zum harten Kern der Anhänger, bei dem er sehr beliebt war. Wolf legte sich lieber mit den Vereinsverantwortlichen und den Fans der Haupttribüne an.

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