Der KSV Hessen will sich ein Beispiel am heutigen Gegner Offenbach nehmen – und ihn trotzdem unter Druck setzen

Mit der Extra-Portion Motivation gegen das Vorbild

Shqipon Bektashi

Kassel. Wenn Matthias Mink über den heutigen Gegner Kickers Offenbach spricht, dann redet er auch über ein Vorbild des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel. Denn der Weg, den die Südhessen seit eineinhalb Jahren gehen, imponiert Mink durchaus: Offenbach hat Mitte 2013 eine Mannschaft neu zusammengestellt und ihr Zeit gegeben. Einer Saison des Aufbaus folgt nun eine Saison des Angriffs. Eine ähnliche Entwicklung erhofft sich Mink vom KSV.

Die Löwen befinden sich allerdings noch bei Schritt eins. Was ihnen fehlt, ist die Konstanz, die Offenbach auszeichnet. Trotzdem haben sie schon bewiesen, dass sie gegen Spitzenteams mithalten können. Deshalb sieht Mink sein Team im heutigen Vergleich auch nicht als krassen Außenseiter.

Für den KSV geht es heute darum zu zeigen, in Sachen Stabilität Fortschritte gemacht zu haben. Die vergangenen drei Ligaspiele blieb Kassel ungeschlagen, hinzu kommt der nicht zu unterschätzende Erfolg im Achtelfinale des Hessenpokals gegen den unangefochtenen Hessenliga-Spitzenreiter TSV Steinbach. Jetzt gilt es, die kleine Erfolgsserie auszubauen und den Anschluss an das obere Tabellendrittel nicht zu verlieren.

Gerade auf den letzten Aspekt weist KSV-Stürmer Shqipon Bektashi hin. Für ihn ist das Spiel heute etwas Besonderes: Es findet unter Flutlicht statt, es geht – na klar – gegen Südhessen und wird daher inoffiziell als Derby geführt. Und: Es wird live im Fernsehen zu sehen sein. Sport 1 überträgt ab 20.15 Uhr vom Bieberer Berg. Das gibt die Extra-Portion Motivation. „Wenn man die Kameras sieht, pusht das noch einmal zusätzlich“, sagt Bektashi.

Sein Vorteil: Er weiß, wie die Kickers im eigenen Stadion zu schlagen sind. Mit Waldhof Mannheim gewann er in der vergangenen Saison in Offenbach 1:0. Bektashi bereitete den entscheidenden Treffer vor. Er hätte nichts dagegen, wenn es heute genauso liefe – oder er selbst trifft. Dass er in Form ist, zeigte er in Steinbach. Er traf doppelt.

Auch Trainer Mink bezeichnet die Partie als Höhepunkt. Nebenbei kann der KSV Eindrücke sammeln für ein weiteres Spiel auf dem Bieberer Berg. Im Februar geht es im Viertelfinale des Hessenpokals gegeneinander. Archivfotos:  Fischer/nh

Von Florian Hagemann

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