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Es ist geschafft: KSV Hessen feiert gegen Reserve des VfB Stuttgart ersten Saisonsieg

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Von: Maximilian Bülau

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(von links) Noah Jones, Frederic Brill und Jascha Döringer.
Einmal abklatschen: (von links) Noah Jones, Frederic Brill und Jascha Döringer. © Dieter Schachtschneider

Es ist vollbracht! Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel hat im elften Anlauf den ersten Saisonsieg eingefahren.

Kassel – Das 2:0 (2:0) gegen die Reserve des VfB Stuttgart im heimischen Auestadion erinnerte dabei in vielen Dingen an die starken Leistungen aus der Vorsaison.

Die Defensive findet sich immer mehr. Das war in den vergangenen Wochen zu sehen. Und das hatte auch Hendrik Starostzik gegenüber unserer Zeitung vor der Partie gegen die Schwaben gesagt. Dass das keine kurzfristige Erscheinung ist, zeigten die Löwen vom Start weg gegen den VfB. Es standen sich zwei Teams gegenüber, die beide hohes Pressing spielten. Und der KSV machte das noch besser als die Stuttgarter, ließen die talentierte Reserve, die zuletzt sieben Mal in Folge ungeschlagen geblieben war, kaum zur Entfaltung kommen. Zwar hatten die Gäste den ersten Abschluss durch einen ungefährlichen Distanzschuss von Julian Kudala (9.). Neben einem weiteren Fernschuss von Jannis Boziaris (27.) gab es aber keine weiteren Annäherungen an das Tor von Maximilian Zunker.

Boziaris, mit vier Treffern bester Torschütze des VfB in dieser Spielzeit, hatte wenig später Glück, dass er weitermachen durfte. Der 19-Jährige kam zu spät gegen Nael Najjar und traf ihn hart am Schienbein. Doch Schiedsrichter Jan Dennemärker beließ es bei Gelb.

Auch die Löwen brannten kein Offensivfeuerwerk ab. Aber sie arbeiteten hart. Und sie waren endlich effektiv. Und wie. Die erste Möglichkeit führte direkt zum 1:0. Najjar und der starke Lukas Iksal spielten sich auf der rechten Seite den Ball zu, Iksal bediente schließlich Jascha Döringer, der aus 13 Metern per Schlenzer in den rechten Winkel das 1:0 erzielte. Und diese Führung brachte dem KSV Sicherheit. Ab und zu versprühte der KSV Gefahr, ohne die ganz großen Möglichkeiten zu haben. Die Gäste fanden aber überhaupt nicht ins Spiel.

Kurz vor der Pause kam dann der Auftritt vom genesenen Noah Jones. Eine Flanke auf den zweiten Pfosten fand den Angreifer, der legte sich den Ball am Verteidiger vorbei, sprintete hinterher und spitzelte die Kugel dann gerade noch so zurück zu Nils Stendera, der seine Rolle auf der Doppelsechs neben Frederic Brill glänzend erledigte. Stendera schob ein, 2:0 (43.).

Es war tatsächlich erst das zweite Mal, dass die Löwen in dieser Saison in Führung gegangen waren, das erste Mal zuhause. Beim einzigen Mal vorher gegen Homburg lag der KSV zur Pause 2:0 vorn – und verlor am Ende 2:3. Es war also Vorsicht geboten.

Aber die Löwen wirkten nicht nur sehr stabil, sie spielten auch so. Mit dem Anpfiff von Hälfte zwei machte das Team von Trainer Tobias Damm einfach weiter wie bisher: nah am Gegenspieler, aufmerksam, giftig – und immer wieder mit Gefahr nach vorn. Die beste Möglichkeit hatte zunächst Serkan Durna, der aus drei, vier Metern zweimal die Chance aufs 3:0 hatte, jeweils aber an den Beinen der Stuttgarter Abwehr scheiterte (60.). Die Löwen waren defensiv aber zu geordnet, als dass große Nervosität bei den 1387 Zuschauern hätte aufkommen müssen. Es war wieder dieses „Wir-arbeiten-alle-für-den-anderen-mit“ zu sehen.

Die Stuttgarter wurden noch einmal etwas offensiver, was den eingewechselten Angreifern Jon Mogge und Marcel Fischer Räume verschaffte. Viel wichtiger aber: Die Löwen hörten einfach nicht auf, aggressiv zu sein. Die eigentlich so spielstarken Schwaben hatten keinen Spaß an diesem Nachmittag. Und so war es am Ende nicht nur der erste Saisonsieg des KSV. Es war wie eine Wiedergeburt. Die Löwen haben ihren Fußball wiedergefunden. Spät. Aber sicher noch nicht zu spät. (Maximilian Bülau)

Kassel: Zunker - Najjar, Springfeld, Starostzik, Mißbach, Durna, - Brill, Stendera (83. Kahraman) - Döringer (83. Vesco), Iksal (63. Mogge) - Jones (69. Fischer)

Stuttgart: Hornung - Aidonis (77. Sonnenwald), Kapp, Nothnagel - Hoppe, Bazzoli (59. Gerezgiher), Boziaris (46. Drakas), Laupheimer, Kudala (58. Okada) - Kastanaras (58. Ganaus), Kuol

SR: Dennemärker (Schwarzenholz) - Z: 1387

Tore: 1:0 Döringer (21.), 2:0 Stendera, (43.)

Gelbe Karten: Starostzik, Brill, Najjar, Vesco / Boziaris, Bazzoli

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