26-Jähriger steht gegen Hoffenheim im Kader

Zurück in Kassel: Mike Feigenspan ist wieder ein Löwe

Mike Feigenspan.
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So will er nun wieder für den KSV Hessen Kassel jubeln: Der zuletzt vereinslose Mike Feigenspan kehrt zu den Löwen zurück.

In der Vorbereitung zur neuen Saison war das Thema mal richtig heiß. Weil Mike Feigenspan da beim Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel mittrainierte. Und der Klub war ja noch auf Stürmersuche.

Kassel – Feigenspan stammt aus Kassel, wechselte 2016 vom KSV zur Zweitvertretung des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach, spielte die vergangenen drei Jahren dann in der 3.

Liga für Braunschweig und Uerdingen. Nach dem Abstieg des KFC war er vereinslos, trainierte probeweise bei Viktoria Köln mit – und zog sich einen Bänderriss im Sprunggelenk zu. Die Vereinssuche war damit zunächst beendet. Der 26-Jährige klopfte noch bei anderen Drittligisten an, war zuletzt bei Waldhof Mannheim zum Probetraining. Doch daraus wurde nichts. Und so entschied sich der Offensivspieler nun für eine Rückkehr in die Heimat.

Bei den Löwen hatte Feigenspan nach seiner Verletzung das Aufbautraining gemacht. Von 2014 bis 2016 bestritt er 66 Partien für die erste Mannschaft des KSV, erzielte 17 Tore und bereitete sechs vor. Mit seinem nun neuen Trainer Tobias Damm stand er damals gemeinsam in der KSV-Offensive auf dem Feld. Schon am Dienstag könnte Damm seinen Neuzugang bei der Reserve der TSG Hoffenheim auf den Rasen schicken (19 Uhr). Der Gegner in der Englischen Woche ist einer auf Augenhöhe – der mit Nick Proschwitz allerdings einen 34 Jahre alten Ex-Profi verpflichtet hat, der in sieben Partien bereits acht Treffer erzielt hat und zudem zwei Vorlagen verbuchte.

Mit dem Profidasein soll es für Feigenspan derweil noch nicht vorbei sein. Der 26-Jährige will wohl erst einmal Spielpraxis sammeln und sich wieder für höhere Aufgaben empfehlen. In seinem ersten Jahr in der Regionalliga West für Gladbach II war er gleich 14 Mal erfolgreich. Sonst glänzt er aber häufig auch als Vorbereiter. Damm sieht ihn auch eher auf der Außenposition und nicht im Sturmzentrum. „Er ist kein klassischer Stürmer. Er hat seine Stärken, wenn er mit dem Gesicht zum gegnerischen Strafraum spielt“, sagt der Coach. „Als Mannschaft tut es uns gut, so einen Spieler dazuzubekommen“, sagt Damm, der Feigenspan aus gemeinsamer Zeit beim KSV als eher ruhigen Menschen beschreibt. „Er ist noch nicht topfit, er braucht noch ein bis zwei Wochen“, sagt er.

Der 26-Jährige hat einen Vertrag bis zum kommenden Sommer unterschrieben. Im Fall eines Angebots aus einer höheren Liga gibt es eine Ausstiegsklausel für den Winter.

Für den Trainer ist es auch eine Personalie, die er mit Fingerspitzengefühl händeln muss. Mit Moritz Flotho und Serkan Durna beispielsweise stehen auf den offensiven Außenpositionen zwei Akteure aus der eigenen Jugend im Kader, die zuletzt starke Leistungen gezeigt haben. „Mike hat die Mannschaft drei, vier Wochen kennengelernt und weiß, dass er sich erst mal durchsetzen muss“, sagt Damm. „Wir haben aber auch ganz klar mit ihm besprochen: Wenn er sich für uns entscheidet, dann muss er das auch wollen“, fügt der Trainer an. Der 37-Jährige freut sich vor allem auf Feigenspans Tempo und seine Qualität im Abschluss.

Vielleicht gibt der Neue schon am Dienstag sein Debüt. Jon Mogge fällt weiterhin aus. Hendrik Starostzik will es zumindest versuchen. Und zudem fehlt dem KSV Kapitän Frederic Brill nach seiner fünften Gelben Karte. (Maximilian Bülau)

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