Feigenspan stürmt voran - Gewinner und Verlierer beim KSV Hessen

Mike Feigenspan, oben nach seinem Tor in Zweibrücken, ist der Gewinner des Jahres beim KSV.

Kassel. Endlich mal wieder ein Flutlichtspiel, dazu ein attraktiver Gegner: Am Freitag um 19.30 Uhr empfängt der KSV Hessen Kassel den SV Waldhof Mannheim im Auestadion.

Seine Brisanz zieht das Duell weniger aus der Tabellensituation als vielmehr aus der gewachsenen Rivalität der Traditionsvereine, die den Blick nach unten Richtung Abstiegsplätze trotzdem nicht vergessen dürfen. Die wechselhafte Rückrunde der Gastgeber spiegelt sich auch im Personal. Es gab einige Gewinner, aber auch Verlierer.

DIE GEWINNER 

Mike Feigenspan. Natürlich. Der 19-jährige Stürmer machte schon in der Vorbereitung auf sich aufmerksam, erkämpfte sich einen Stammplatz. Und dann begann er auch noch zu treffen. In drei Spielen gelangen ihm vier Tore – seine ersten für den KSV, darunter das Siegtor im Derby gegen Baunatal. Feigenspans großes Plus: das Tempo. Manchmal wirkt er fast ungestüm. Wenn er noch zielstrebiger wird, dann ist er ein Mann mit tollen Perspektiven.

Kevin Rauhut. Der Torhüter spielt sich immer mehr frei – auch, weil er anders als zu Saisonbeginn eine Vorbereitung ohne Verletzungen hinter sich hat. „Er ist in guter Verfassung und viel freier im Kopf“, sagt Trainer Matthias Mink. Beim Spiel in Koblenz kreidete er dem 25-Jährigen zwar den Gegentreffer beim Freistoß an, doch danach zeigte der Torhüter seine Stärke auf der Linie. Und: Auch in der früher oft kritisierten Spieleröffnung ist eine deutliche Steigerung spürbar. Rauhut ist eine echte Nummer eins. Und sein Trainer sagt: „Er kann noch mehr.“

Stefan Müller. Für den Innenverteidiger gilt wie für Rauhut: Endlich verletzungsfrei, also geht es bergauf. „Er hat viel mehr Sicherheit und körperliche Präsenz“, sagt Mink. Drei Tore in diesem Jahr zeigen auch den Wert des Kopfballspezialisten bei Standardsituation. Weil Mink zuletzt gegen Nöttingen und Koblenz aber auch Fehler moniert, die „einem Spieler seiner Qualität nicht passieren dürfen“, gilt auch für Müller: immer noch Luft nach oben!

Enrico Gaede. Sein Stellenwert ist auf der Zielgeraden seiner Karriere wieder gestiegen. Gaede (33) bekommt regelmäßig seine Einsätze. Seine Ruhe und Übersicht sind gefragt. Vorbild im Training war er eh immer. Seine klare Entscheidung, im Sommer einen Schlussstrich zu Gunsten des Berufs zu ziehen, nötigt Respekt ab. Bleibt: Daumen drücken, dass ihm noch das erhoffte Tor gelingt.

DIE VERLIERER 

Henrik Giese. In Koblenz saß er zumindest mal wieder auf der Bank. Zum ersten Mal in diesem Jahr. Und das, obwohl der 26-jährige Defensivmann die ersten 13 Spiele der Saison komplett mitgemacht hat. Seitdem aber spielt Giese keine Rolle mehr. Dabei spricht Mink ihm weder fußballerische Qualität noch nötigen Willen ab. Aber: „In seiner Leistung fehlte leider die Verlässlichkeit.“

Sebastian Schmeer. Im neuen Jahr hat der 28-Jährige noch kein Tor erzielt. Und kein Spiel über 90 Minuten betritten. Schade ist das, der Stürmer zeigte immer wieder so gute Ansätze. Trotz einer guten Vorbereitung ruft Schmeer seine Qualitäten im Spiel aber zu selten ab – und ist auch Opfer des gestiegenen Konkurrenzkampfes.

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