Rose entschuldigt sich für langes Warten

Schlangen, Malli und ein Banner: Fragen und Antworten zum Auftakt des KSV

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Einziges Manko an einem sonst perfekten Fußball-Samstag: Weil der Verein nicht mit so viel Andrang gerechnet hatte, standen einige auch nach dem Anpfiff noch vor dem Stadion.

Kassel. Was für ein Auftakt in die Saison: Bevor die Fans die erste Partie des KSV Hessen Kassel in dieser Saison bejubeln konnten, hieß es allerdings Schlange stehen.

Wurde unter der Woche noch gefürchtet, die Partie des KSV Hessen gegen Waldhof Mannheim könnte wegen des anhaltenden Regens abgesagt werden, musste am Samstag bei strahlendem Sonnenschein in der Pause sogar der Rasensprenger angestellt werden.

Bevor es losging und der KSV einen 2:1-Sieg holen konnte, gab es aber Schlangen vor dem Stadion. Drinnen grüßte Yunus Malli von der Videoleinwand und die Fans zeigten mal wieder ihre Klasse. Fragen und Antworten rund um das Spiel:

Warum kamen einige Zuschauer erst mit Verspätung ins Auestadion? 

Das hatte einen einfachen Grund: Der KSV wurde vom Andrang überrascht. 4000 Zuschauer - so viele gab es bei keinem Heimspiel der vergangenen Saison. „Auch der Vorverkauf hat darauf keinen Hinweis gegeben. „Da sind nur 500 Karten weggegangen“, sagte Vorstandsmitglied Jens Rose, der sich bei allen entschuldigte, die lange warten mussten.

Als das Spiel begann, standen noch mehrere Hundert Zuschauer vor dem Stadion. Erst rund 20 Minuten nach dem Anpfiff hatte alle ihre Plätze eingenommen. Lange Schlangen gab es in der Nordkurve auch an den Getränkeständen. Dass die Ostkurve nicht geöffnet wurde, lag ebenfalls am geringen Vorverkauf. Unumstritten ist die Maßnahme ohnehin nicht. Rose befand aber: „Die Stimmung auf der Haupttribüne war heute schon richtig gut.“

Ließen sich die Fans vom Warten die Stimmung verderben? 

Definitiv nicht. Der Blick in den Norden des Stadions war großartig: Die komplette Kurve zierte ein riesiges Banner mit der Aufschrift: „Hessen Kassel wird nie untergehen“. Weiße Schrift auf rotem Grund. Beeindruckend. Und das zog sich durchs Spiel. Auch beim Gegentreffer und Fehlpässen war nur „KSV, KSV!“ zu hören.

Vor dem Anpfiff wurde übrigens zunächst angekündigt, dass die Partie wegen der Schlangen vor dem Stadion zehn Minuten später angepfiffen wird. Das wurde zurückgenommen. Die beiden Trainer Tobias Cramer und Gerd Dais hatten dem Schiedsrichter mitgeteilt, dass sie pünktlich anfangen möchten. „So kurzfristig geht das nicht. Die Mannschaft hat einen klaren Ablauf“, sagte Cramer.

Warum gab es kein Stadionheft? 

Diese Frage stellten einige Zuschauer? Grund ist eine neue Kooperation des Vereins. Zukünftig wird das Stadionheft vom Dierichs Verlag gedruckt - inklusive neuem Layout und Umfang. Am 2. Spieltag wird das Stadionheft voraussichtlich dann aber vorhanden sein.

Was hatte Yunus Malli mit der Partie zu tun? 

Sportlich nichts. Also noch nicht. In knapp einer Woche - am 8. August - wird der in Kassel geborene Fußballer mit dem VfL Wolfsburg aber zum Retterspiel ins Auestadion kommen. Und beim ersten Heimspiel warb er in seiner Heimat schon einmal für viele Zuschauer. Nicht live, aber in Farbe und einer Videobotschaft, die mehrfach auf der Leinwand abgespielt wurde.

„Ich hoffe, dass ihr zahlreich erscheint, und ich freue mich auf das Spiel“, sagt er da. „Lasst uns gemeinsam einen schönen Fußballabend haben. Ein Verein wie Kassel darf nicht verloren gehen.“

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