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Frank Ziemke über Schubert und den KSV: Kluger Schachzug

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Von: Frank Ziemke

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Frank Ziemke

Der KSV Hessen Kassel lud kurzfristig zu einer Pressekonferenz und präsentierte überraschend einen neuen Sportchef im Vorstand: André Schubert, aus Kassel stammend und früherer Trainer des FC St. Pauli, löst Claus Schäfer ab. Ein Kommentar von Frank Ziemke, Leiter der HNA-Sportredaktion.

Es ist eine überraschende Lösung, die sie da gefunden haben beim KSV. Manch einer wird sie als halbherzig bezeichnen. Befürchten, dass sie nicht von langer Dauer sein könnte. Solcher Pessimismus wäre schwer zu widerlegen. Teilen aber muss man ihn nicht.

Denn zunächst einmal bleibt: Mit der Berufung von André Schubert zum Sportvorstand ist dem KSV ein kluger Schachzug gelungen. Er hat Sachverstand und gute Verbindungen für den Verein gewonnen, ohne dafür viel Geld auf den Tisch legen zu müssen. Das alles gebündelt in einer Person, die auch noch nordhessisch verwurzelt ist.

André Schubert weiß, was ihn erwartet. Und ihm ist zuzutrauen, dass er damit umgehen kann. Der Fußballlehrer besitzt Durchsetzungsvermögen, Fachwissen, Kenntnisse des Geschäfts. Dazu kommt seine große Erfahrung in der Jugendarbeit. All das kann dem KSV nur nutzen.

So kann sich die Personalie Schubert als Signal zur rechten Zeit erweisen. Das Fernziel muss deshalb trotzdem die Schaffung eines hauptamtlichen Sportdirektor-Postens sein. Der könnte dann zum Beispiel André Schubert heißen.

E-Mail an den Autor: frz@hna.de

Video der Pressekonferenz

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