Duell am Sonntag

KSV in Offenbach: Mit Freude und Respekt ins Derby

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Im April jubelten die Löwen auch in Offenbach über einen Punktgewinn: Auf unserem Foto hat Sebastian Schmeer (Zweiter von rechts) gerade das Tor zum 2:0 erzielt.

Kassel. Es ist das Spiel der Saison, das die Fans des KSV Hessen Kassel am meisten bewegt: Am Sonntag um 14 Uhr tritt der Fußball-Regionalligist bei Kickers Offenbach an. Alles Wichtige rund um das hessische Derby:

Vorjahr und Historie

Rein sportlich lief es gut für die Löwen in der vergangenen Saison. Zuhause gab es einen 1:0-Sieg durch das späte Tor von Sebastian Schmeer, in Offenbach ein 2:2. Bei dem Spiel im April führten die Gäste allerdings 2:0, mussten in der Schlussminute noch den Ausgleich hinnehmen. Und im Hinspiel drohte phasenweise ein Spielabbruch, nachdem Fans der Löwen in den Innenraum gelangt waren.

In den insgesamt 26 Ligaspielen, die es zwischen KSV und OFC bisher gegeben hat, liegen die Löwen übrigens vorn. Sie schafften 16 Siege, kassierten aber nur acht Niederlagen.

Freude und Respekt

Nicht nur für die Anhänger ist das Spiel in Offenbach etwas Besonderes. „Das sind die Spiele, die richtig Spaß machen. Auf dieses Wochenende freue ich mich richtig“, sagt Löwen-Trainer Tobias Cramer. Aber: Er hat auch allerhöchsten Respekt vor dem Gegner: „Letzte Saison ist es für uns gut gelaufen. Aber es wird am Sonntag ganz schwer. Offenbach zähle ich zu denen, die ganz oben stehen werden. Die Mannschaft ist sehr stabil und richtig gut besetzt.“

Kader und Korrekturen

Lucas Albrecht ist gestern in das Mannschaftstraining zurückgekehrt. Das macht Hoffnung auf eine Rückkehr des Innenverteidigers, der der Defensive Halt geben soll. Cramer steht damit vor einer Situation, die er aus seiner bisherigen Zeit beim KSV kaum kennt: Er hat alle Mann an Bord! Bedeutet umgekehrt: Er muss gut überlegen, wie er sein Personalpuzzle zusammenfügt. Die Spieler, die er bisher eingesetzt hat, haben „ihre Aufstellung gerechtfertigt“. Allerdings sieht Cramer auch Korrekturbedarf. Bisher hat seine Mannschaft noch keine 90 Minuten komplett konzentriert auf den Platz gebracht. Beim ersten Auswärtsspiel in Saarbrücken (1:3) war die Partie bereits nach 30 Minuten verloren. „Daran müssen wir arbeiten. Es wäre auch ganz schön, wenn wir mal nicht in Rückstand geraten“, sagt Cramer. In allen drei Saisonspielen kassierte der KSV bisher das 0:1.

Fans und Appelle

Das Duell zwischen Kickers und Löwen ist auch ein Duell der Fanlager aus Süd- und Nordhessen. Gelinde gesagt könnte man sagen: Sie mögen sich nicht. Das wäre aber noch untertrieben. Vor allem seit Anhängern des KSV bei einer Auswärtsfahrt von Offenbachern Stadionbanner gestohlen wurden, gilt das Duell als besonders brisant. Die Situation eskalierte bei besagtem 1:0 im Vorjahr, als die Kickers mit der Zur-Schau-Stellung des Banners provozierten. Nun hoffen die Verantwortlichen auf beiden Seiten, dass die Lage sich langsam beruhigt.

Cramer erinnert daran, dass die Partie in Offenbach von Zuschauermenge und Stimmung her einen Hauch von Bundesliga biete. Doch er sagt auch klipp und klar in Richtung der Fans: „Wir auf dem Rasen haben Regeln, an die wir uns halten müssen. Das sollte auch für beide Fanlager gelten.“

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