Völkingen war Gründungsmitglied der zweiten Bundesliga

Fünf Fakten zum nächsten KSV-Gegner: Weltkulturerbe sind beide

Gehört zum Weltkulturerbe: Die sanierte Trockengasanlage des ehemaligen Eisenwerks Völklinger Hütte in Völklingen. Das Unternehmen Röchling betrieb das Werk. Foto:  dpa

Kassel. Es wird ein ganz wichtiges Spiel für den Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel am Samstag im Saarland. Fünf Fakten zum Gegner der Löwen.

Aufsteiger SV Röchling Völklingen ist einer dieser Gegner, gegen den die Punkte geholt werden sollten - und er steht in der Tabelle einen Platz vor den Löwen. Wir haben fünf Fakten zum Neuling in der vierten Liga zusammengestellt - durchaus mit Überraschungsmomenten.

  • Völklingens Namenszusatz geht auf ein Stahlunternehmen zurück: SV Röchling Völklingen - so lautet der komplette Vereinsname. 1966 übernahm der Klub den Namen der Stahldynastie Röchling, deren Völklinger Hütte der größte Arbeitgeber der Stadt war und den Klub unterstützte. Das Eisenwerk Völklinger Hütte wurde 1986 stillgelegt und gehört zum Weltkulturerbe - wie der Bergpark in Kassel. Heute hat das Unternehmen Röchling seinen Sitz in Mannheim und arbeitet weltweit auf dem Gebiet der Kunststoffverarbeitung.
  • Völklingen war Gründungsmitglied der Zweiten Bundesliga: Klingt komisch, ist aber tatsächlich so. 1974 war das. Nach drei Jahren trat der Klub freiwillig den Rückzug in die Amateurliga Saarland an. 1979 gelang dann noch einmal der Aufsteig in die zweithöchste Spielklasse - allerdings nur für eine Saison. Danach machte der Verein sportlich stetig einen Abstieg: in die vierte, teilweise sogar bis in die sechste Liga. Seit 2012 geht es aber wieder bergauf, im Sommer setzte sich Völklingen schließlich in der Aufstiegsrelegation gegen Bissingen und Rot-Weiss Frankfurt durch.
  • Völklingen hatte mal einen Weltmeister als Trainer: Auch das stimmt. Horst Eckel, Weltmeister von 1954, trainierte die Mannschaft von 1968 bis 1969. Das hat einen Hintergrund. Völklingen war das einzige Team, für das Eckel neben dem 1. FC Kaiserslautern spielte. 1960 wechselte der heute 85-Jährige ins Saarland und spielte noch fünf Jahre dort, bevor er seine Karriere beendete.
  • Völklingen hat sechs Franzosen im Kader: Das überrascht weniger, wenn man die geografische Nähe zur französischen Grenze bedenkt. Die Torhüter Jean-Francois Kornetzky (ehemals Dynamo Dresden) und Philippe Stelletta, die Mittelfeldspieler Julien Francois, Idir Meridja und Caner Metin sowie der Stürmer Ruddy M’Passi kommen aus unserem Nachbarland. Mit Metin, Meridja und M’Passi standen drei von ihnen zuletzt in der Startelf. Fünf von zehn Nachbarstädten Völklingens liegen in Frankreich.
  • Völklingens Toptorschütze ist ein Innenverteidiger: Das ist zunächst einmal ohnehin überraschend, lässt aber nach zuletzt drei Standardgegentoren für den KSV aufhorchen. Innenverteidiger Rouven Weber erzielte in dieser Spielzeit bereits vier Treffer, ebenso viele hat nur Mittelfeld-Akteur Milan Ivana. Für die Löwen heißt es also auch beim Gastspiel im Saarland: Aufpassen nach Ecken und Freistößen. Denn auch die Stärke von Elversbergs Kevin Maek war ja vorher bekannt.

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