Der sechste Sieg in Serie 

Der KSV Hessen siegt 4:1 gegen Waldgirmes: Eine Einheit voller Einzelkönner

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Sie jubeln zusammen und leisten alle ihren Anteil: Die KSV-Spieler feiern das 2:1 gegen Waldgirmes. 

Der KSV Hessen Kassel marschiert in diesen Wochen durch die Fußball-Hessenliga. Seit acht Spielen, seit Tobias Damm das Traineramt übernommen hat, ist er ungeschlagen.

So holte sich der KSV 22 von 24 möglichen Punkten bei einem Torverhältnis von 30:6. Das neueste Opfer der Löwen in Topform war am Samstag der SC Waldgirmes. 

Nach 0:1-Rückstand drehten sie die Partie zu einem souveränen und verdienten 4:1-Erfolg. Die Mannschaft ist eine Einheit voller Einzelkönner.

  • Lukas Iksal: Unter Damm steht der Flügelstürmer beständig in der Startformation. Iksal zahlt dieses Vertrauen zurück – mit Fleiß, Geschwindigkeit und großem Einsatzwillen. Den Freistoß zum 1:1 holte er mit einer Balleroberung an der Strafraumgrenze heraus. Treffer Nummer drei leitete der 25-Jährige, der aus Lohfelden zu den Löwen kam und sich über die zweite Mannschaft in die Erste gespielt hat, mit einem energischen Vorstoß über links und einem klugen Flügelwechsel ein. Richtig in Griff bekamen die Gäste Iksal nie. Fast Standard unter Damm: Mitte der zweiten Hälfte ist die Partie für Iksal beendet, es kommt Jon Mogge. Am Samstag legte der dann den vierten Treffer nach.
  • Alban Meha: Der Freistoßkünstler erzielte mit dem Ausgleich bereits seinen neunten Saisontreffer – und das als Mittelfeldspieler. Es war bereits sein dritter direkter Freistoßtreffer. Und wie er das macht. Mehas Schusstechnik erinnert ein wenig an Cristiano Ronaldo: Mit dem Vollspann getroffen, nimmt der Ball unheimlich viel Tempo auf und senkt sich dennoch hinter der Mauer. Das ist Extraklasse. In den vergangenen sechs Spielen war der 32-Jährige an insgesamt acht Toren beteiligt.
  • Mahir Saglik: Der 36-Jährige hat unter Tobias Damm eine kleine Verwandlung hinter sich. Damm ließ den Erfahrenen anders als sein Vorgänger auch mal auf der Bank schmoren oder ganz raus. Saglik ertrug das, ohne zu meckern. Und wenn er gebraucht wird, dann ist er eben da. Gegen Waldgirmes hätten es noch mehr als seine beiden Tore per Strafstoß und Abstauber sein können. Zweimal schoss er den Ball aus fünf Metern über das Tor. Hinterher sagte er: „Ich bin eigentlich nicht der Typ, der so etwas auf den Platz schiebt. Aber normalerweise schieße ich die nicht in den Himmel.“ Auffällig war, dass Saglik viel mit nach hinten arbeitete und auf der Gegenseite immer wieder den Torwart anlief. Er war Teil der Einheit. Und er bleibt ein Einzelkönner, der genau weiß, wo er stehen muss.
  •  Nael Najjar: Zu Saisonbeginn fehlte der rechte Außenverteidiger verletzungsbedingt. Wie sehr er fehlte, zeigt sich so richtig erst in den vergangenen Wochen. Najjar flitzt wie aufgedreht die Linie rauf und runter. Sein Offensivdrang birgt natürlich auch Gefahren, die Vorteile aber überwiegen eindeutig. Najjars Soli an der Seitenlinie sorgen immer wieder für Überraschungsmomente im KSV-Spiel, oft zieht er dabei zwei, drei Gegenspieler auf sich. Das sind die Situationen, in denen sein Können der Einheit dient.
  •  Ingmar Merle: Der Publikumsliebling wurde nach langer Verletzungspause eingewechselt und steht stellvertretend für die Alternativen, die der KSV hat. Auch Sebastian Schmeer ist am kommenden Wochenende wieder einsatzbereit. Jon Mogge erzielte seinen vierten Saisontreffer. Trainer Tobias Damm macht sich überhaupt keine Sorgen, dass die Breite im Kader zu Problemen führen könnte: „Die Mannschaft funktioniert, das zählt. Klar, es ist schwierig, Entscheidungen zu treffen. Aber das ist ein Luxusproblem,“ sagt er. Merle ging mit einem breiten Grinsen vom Platz. Von den Rängen hörte er mehrfach: „Schön, dass du wieder da bist.“ Das trifft irgendwie auch auf den KSV zu.

Vor etwa zwei Monaten war die Stimmung rund um den Fußball-Hessenligisten KSV Hessen Kassel im Keller. Sechs Gründe für den Aufschwung unter dem neuen Trainer.

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