Mit 3:0-Sieg in Griesheim zweiten Platz erobert

KSV Hessen: Siege als Werbung für Trainer Cramer

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Auf seine Treffsicherheit ist Verlass: Mahir Saglik führte den KSV Hessen Kassel in Griesheim mit zwei Toren zum Auswärtssieg.

Es ist vollbracht: Fußball-Hessenligist KSV Hessen Kassel hat den Abzug von fünf Punkten wettgemacht.

Aktualisiert am Sonntag um 18.26 Uhr. Mit dem 3:0 (1:0)-Erfolg bei Viktoria Griesheim sind die Löwen an Bayern Alzenau vorbeigezogen und auf Platz zwei gesprungen. Auf jenen Platz also, der die Teilnahme an der Aufstiegs-Relegation sichern würde.

Mahir Saglik sicherte den nie gefährdeten Erfolg mit zwei Treffern. Trainer Tobias Cramer war so natürlich zufrieden: „Das ist bemerkenswert, wie die Mannschaft das derzeit macht. Sie hat diesmal sicher nicht die beste Leistung gezeigt. Aber sie fährt mit einem gewissen Selbstverständnis die Siege ein.“

Vor 384 Zuschauern im Stadion am Hegelsberg sorgte Saglik dafür, dass – so Cramer – „die Partie schnell in die richtige Richtung gelenkt wurde“. In der 5. Minute zappelte der Ball bereits im Netz. Saglik schob ihn aus zwölf Metern in die Ecke, Viktoria-Schlussmann Felix Koob war machtlos.

Marco Dawid ließ kurze Zeit später eine dicke Chance zum 2:0 aus (12.). Erst danach fand auch Griesheim besser ins Spiel. Zwar blieb es bei gelegentlichen Vorstößen, da die Kasseler die Hausherren nur selten in Ballbesitz kommen ließen. Doch spätestens als Alexandru Paraschiv im Kasseler Strafraum zu Fall kam, die Gastgeber Elfmeter forderten, wurde deutlich: Das 1:0 ist kein Ruhekissen. Nicht umsonst mahnt Cramer ja immer wieder an, dass sein Team zu lange brauche, um das wichtige zweite Tor nachzulegen.

Saglik traf dann nach 27 Minuten nur den Innenpfosten. So blieb es bis in die Schlussphase spannend, auch wenn Griesheim keine einzige echte Torchance hatte. Der nach seiner Arm-Verletzung wieder im Tor stehende Niklas Hartmann verbrachte einen ruhigen Nachmittag. Die Entscheidung fiel schließlich in den letzten Minuten. Wieder war es Saglik, der zeigte, wie es geht. Zentral schloss er aus 14 Metern ab, hatte aber auch etwas Glück, dass Elmir Muhic den Ball noch abfälschte.

In der 86. Minute bedeutete das 2:0 die Entscheidung. Der eingewechselte Sebastian Schmeer sorgten drei Minuten später sogar noch für das 3:0. Der Sprung auf Platz zwei war perfekt. „Wir sind jetzt mittendrin statt nur dabei“, freute sich Cramer, der sich sogar einen Anflug von Großzügigkeit leistete. Ob seine Spieler sich nun auf das Derby gegen Baunatal freuen dürfen? „Ja, jetzt dürfen sie.“ Seine Mannschaft betreibt ja derzeit auch beste Werbung für ihren Trainer.

Mit jedem weiteren Sieg wird der Druck auf die Führungsetage der Löwen größer. Da auch viele Fans vehement Cramers Verbleib fordern, wird die frühe Ankündigung einer Trennung am Saisonende immer mehr zum Problem. Dass in den Führungsgremien ein Umdenken stattfinden könnte, scheint nicht mehr unmöglich. Dabei dürfte auch nicht entscheidend sein, ob Cramer Ende April eine Zulassung für den Lehrgang zum Fußball-Lehrer bekommt, oder nicht.

Von Jens Dörr und Frank Ziemke

Griesheim: Koob - Bender (72. Dörr), Tatchouop, Mucic, Gecili - El Fahfouhy, Houdek, Volk, Paraschiv - Schuller, Kazimi

KSV Hessen: Hartmann - Najjer, Evljuskin, Häuser, Brandner (70. Milloshaj) - Dawid (87. Mitrou), Schwechel, Brill, Bravo Sanchez, Mogge (76. Schmeer) - Saglik

Tore: 0:1 Saglik (5.), 0:2 Saglik (86.), 0:3 Schmeer (89.)

Schiedsrichter: Wlodarczak (ESV Weiterode) - Zuschauer: 384

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Service: Das ist der Spielplan des KSV Hessen Kassel für die Saison 2018/2019

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