Regionalliga: Hessen Kassel stark beim 2:1 in Ulm

Albrecht sichert Löwen den Sieg - Drei Platzverweise

Um ihn bangen die Löwen: Kassels Kapitän Tobias Damm, der hier die Ulmer Tim Göhlert (links) und Fabian Gondorf locker stehen lässt, musste im Donaustadion verletzt früh ausgewechselt werden. Foto: Hedler

Ulm. Das 1:5 bei der TSG Hoffenheim II war nur ein Ausrutscher: Der KSV Hessen Kassel hat in der Fußball-Regionalliga auch ohne den erkrankten Torjäger Sebastian Schmeer überzeugt und beim SSV Ulm verdient 2:1 (1:1) gewonnen.

Mit viel Leidenschaft legten die Gastgeber los und wollten ihren Fans im Duell der Tabellennachbarn etwas bieten. Klar, dank einiger Freikarten war die Gegentribüne des Donaustadions besser besucht als sonst. 3297 Zuschauer sahen auch eine schnelle Führung der Spatzen. Es war ein Treffer mit Seltenheitswert. Ausgerechnet Ndriqim Halili, der mit 1,69  Meter kleinste Mann auf dem Platz, traf per Kopf aus zehn Metern nach einem Angriff über die linke Seite und einer Flanke von Luca Graciottti zum 1:0 (3.).

Doch damit nicht genug an Unheil aus Löwensicht: In der 18. Minute drang Tobias Damm in den Strafraum ein und wurde von Holger Betz, der auch den Ball spielte, zu Fall gebracht (18.). Aus Sicht von Schiedsrichter Simon Karcher kein Grund für einen Strafstoß. Der KSV-Kapitän konnte nicht mehr laufen und musste von Sanitätern vom Platz gebracht werden. Nach drei Minuten Unterbrechung und nun mit Joker Rolf Sattorov ging es weiter.

Die Cramer-Elf zeigte darauf eine starke Reaktion. Ulm wirkte ohne seine verletzten Torjäger Thomas Rathgeber und David Braig im Angriff harmlos. Anders Kassel: Nach einer Hereingabe von Sascha Korb war Lucas Albrecht aus kurzer Distanz zur Stelle und nickte zum 1:1 ein (28.). SSV-Dauerbrenner Holger Betz sah da im Tor nicht gut aus. Das gab dem KSV Auftrieb. Die Gäste diktierten nun das Geschehen und hätten die Partie beinahe vor der Pause gedreht. Ein Ulmer Verteidiger verhinderte einen möglichen zweiten Treffer bei einem starken Freistoß von Korb (41.).

Im zweiten Durchgang startet der KSV mit drei guten Gelegenheiten: Zunächst hatte Adrian Bravo Sanchez eine Doppelchance (50.), ehe ein Seitfallzieher von Giese (51.) extrem knapp sein Ziel verfehlte – es wäre ein Treffer der Marke Tor des Monats geworden. Danach wurde der SSV wieder besser. Die Nordhessen überstanden die Drangperiode aber mit Geschick.

Ein Aussetzer von Ex-Profi Tim Göhlert (Heidenheim) am quirligen Sattorov ebnete den Löwen den Weg zum Sieg. Albrecht bewies Nervenstärke und verwandelte flach unten rechts zum 2:1 (82., FE).

Der junge Schiedsrichter Simon Karcher, der eine klare Linie vermissen ließ, schickte mit Alper Bagceci den zweiten ehemaligen Heidenheimer wegen wiederholten Foulspiels vom Platz (86.). In der Nachspielzeit erhitzten sich nochmals die Gemüter. In Folge einer Rudelbildung kassierten der eingewechselte Reichert und KSV-Joker Yassine Khadraoui in der Nachspielzeit jeweils die Rote Karte.

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