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3:1 in Steinbach: Aufholjagd des KSV Hessen geht weiter

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Von: Frank Ziemke

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Kampf um den Ball: Kassels starker Verteidiger Cedric Mimbala (rechts) im Zweikampf mit Steinbachs Fatjon Celani. © Fingerhut

Steinbach. Die Hoffnung auf das Wunder von Kassel lebt weiter. Mit einem 3:1 (1:0) im Nachholspiel beim TSV Steinbach hat der KSV Hessen im Abstiegskampf der Fußball-Regionalliga weiter Boden gutgemacht.

Lucas Albrecht mit einem verwandelten Foulelfmeter (21.), Tim Philipp Brandner (63.) und Sebastian Schmeer (90. + 1) sicherten den von 200 Löwen-Fans bejubelten Erfolg.

Die Gäste begannen sehr verhalten. Defensiv. Auf Sicherheit bedacht. Das sah nicht immer gut aus, weil im Mittelfeld zu viele Bälle schnell verloren wurden. Weil Cedric Mimbala und Sergej Schmik ihren Torhüter Niklas Hartmann mit gefährlichen Rückpässen in Bedrängnis brachten. Weil Steinbach so das Spiel bestimmte und gefühlt 70 bis 80 Prozent Ballbesitz hatte.

Aber: Wer tief im Abstiegskampf steckt, der will keinen Schönheitspreis. Und richtig gute Möglichkeiten für die Gastgeber, die ließen die Löwen eben nicht zu. Ein Kopfball durch den Ex-Kasseler Shqipon Bektasi, einer durch Nikola Trkulja, dazu ein Distanzschuss von Tim Müller – das war es auch schon.

Und: Der KSV hatte nicht nur die beste Chance der ersten 45 Minuten durch Sascha Korbs Direktabnahme nach einer Flanke von Tim Philipp Brandner (9.), nein, er führte auch 1:0. Und das kam so: Brandner drang über den linken Flügel in den Strafraum ein, wurde von Bektasi zu Fall gebracht. Ein klarer Elfmeter, den Lucas Albrecht sicher verwandelte. In der 21. Minute war das – und konnte wie gemalt sein für das Spiel der Löwen.

Das Problem: Der KSV konnte zwar auch nach der Pause seine abwartende Haltung wahren – doch er fand weiter zu selten den Weg nach vorn. Den Ball länger in den eigenen Reihen zu halten, das gelang den Löwen einfach nicht. Und auch wenn Steinbach weiter einfallslos wirkte - das wurde bestraft. Bei einer brenzligen Situation klärte Hartmann im Nachfassen, war mit der Hand an Bektasis Fuß. Und klar, der fiel. Es gab Elfmeter. Umstritten und sehr hart, aber auch keine klare Fehlentscheidung. Trkulja verwandelt, Hartmann war so erzürnt, dass er wegen Ballwegschlagens noch Gelb kassierte.

In der 55. Minute war die Führung dahin, aber der KSV überhaupt nicht geschockt. Im Gegenteil: Er erhöhte jetzt seine Offensivbemühungen, startete eine furiose Schlussphase. Schon acht Minuten später lag er wieder vorn. Tim Philipp Brandner krönte seine Leistung mit einem Schuss aus der Drehung, als Steinbachs Verteidigung den Ball nicht klärte. Dieses 2:1 gab den Gästen neue Sicherheit. In der 77. Minute hätte die Partie entschieden sein können. Nach einer Flanke von Adrian Bravo Sanchez köpfte der eingewechselte Marco Dawid aber an den Pfosten.

So musste weiter gezittert werden. Doch die starken Innenverteidiger Albrecht und Mimbala klärten jeden Ball, der in den Kasseler Strafraum flog. Und in der Nachspielzeit war der Jubel endgültig groß, als Stürmer Sebastian Schmeer einen Konter mit dem 3:1 abschloss und der Hoffnung auf das Wunder endgültig noch mehr Nahrung gab.

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