Löwen gewinnen 3:0

KSV Hessen schlägt Stuttgarter Kickers klar im Auestadion

Kassel. Der KSV Hessen hat im Abstiegskampf der Fußball-Regionalliga Südwest am Samstag einen wichtigen Heimsieg gelandet.

Gegen die Stuttgarter Kickers gewannen die Löwen vor 2000 Zuschauern im Kasseler Auestadion verdient mit 3:0 (1:0). Bei den Löwen war nicht nur der zuletzt gelbgesperrte Kapitän Frederic Brill wieder an Bord, sondern überraschend auch Tim Philipp Brandner, der wegen muskulärer Probleme die vorangegangenen fünf Partien gefehlt hatte. Und der 27-Jährige war ein belebendes Element im linken Mittelfeld – in einem Team, das gut in die Partie fand und durch gefälliges Angriffsspiel einigen Druck auf die Stuttgarter Hintermannschaft ausübte. 

So war es keine Überraschung, dass die Kasseler in der 20. Minute in Führung gingen. Nach einem sehenswerten Spielzug über Sebastian Szimayer landete das Leder bei Sergej Evljuskin – und der Mittelfeldakteur, vor einer Woche bereits Siegtorschütze beim 3:2 an gleicher Stätte gegen Völklingen, schoss überlegt ins linke untere Eck. 

Der KSV war über die gesamte erste Hälfte die bessere Elf. Allerdings schlug er zu wenig Kapital aus seinen Möglichkeiten. Von den Gästen kam wenig. Nur bei einem Zweikampf zwischen Kassels Torwart Niklas Hartmann und Mijo Tunjic gab es mal kurzzeitig Aufregung im Strafraum der Nordhessen – der Kickers-Stürmer ging zu Boden, doch der Unparteiische Thorsten Braun erkannte kein Foulspiel des Schlussmanns (11.). 

Nach dem Wechsel war deutlich zu spüren, dass die Gäste sich noch nicht so leicht geschlagen geben würden. Eine erste Torannäherung verzeichneten die Schwaben durch Tunjic (50.). Kurz darauf erhielten die Ambitionen der Süddeutschen einen herben Dämpfer. Nach Foul an Adrian Bravo Sanchez sah David Müller die Gelb-Rote Karte (52.) – damit waren die Kickers nur noch zu zehnt. In den folgenden Minuten lag ein 2:0 der Löwen wiederholt in der Luft. Doch Brandner vergab jeweils nach klugem Pass von Evljuskin (54., 64.). 

Wird es ein Zitterspiel für den KSV? Es gab einige Anzeichen dafür, zumal den Platzherren längst nicht mehr alles gelang. Löwen-Coach Tobias Cramer nahm zwei Wechsel vor. Erst kam Jan Erik Leinhos für Brandner, dann durfte Sebastian Schmeer für Szimayer im Sturm ran. Die Zuschauer merkten auch, dass das Team Unterstützung benötigt – es gab laute „KSV, KSV“-Sprechchöre. Und das wirkte sich positiv aus. Hatte Marco Dawid kurz zuvor noch Pech im Abschluss, wurde er in der 81. Minute im Strafraum gelegt – den anschließenden Strafstoß verwandelte Lucas Albrecht sicher. Das war die Vorentscheidung. Aber einen hatte der KSV noch: Bravo Sanchez war mit einem fantastischen Schlenzer von der Strafraumgrenze erfolgreich (88.) – 3:0.

KSV Hessen: Hartmann – Schmik, Mimbala, Albrecht, Rakk – Brill – Dawid, Evljuskin (85. Baumgarten), Bravo Sanchez, Brandner (69. Leinhos) – Szimayer (74. Schmeer).

Stuttgarter Kickers: Ortag – Garnier, Jäger, Feisthammel, Klauß (79. Rasic) – Schwarz, Müller – Abruscia, Meiser (46. Badiane), Scepanik – Tunjic.

SR: Braun (Güdingen)

Z: 2000

Tore: 1:0 Evljuskin (20.), 2:0 Albrecht (81., Foulelfmeter), 3:0 Bravo Sanchez (88.).

Gelbe Karten: Brandner, Evljuskin –Tunjic, Schwarz.

Gelb-Rote Karte: Müller (Stuttgart, 52., Foulspiel)

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