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Gibt es eine Steigerung von Endspiel? Für den KSV Hessen Kassel schon

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Vor sechs Jahren: Der heutige Wormser Ricky Pinheiro wurde beim KSV Hessen als Neuzugang vorgestellt. © Fischer

Kassel/Worms. Gibt es eine Steigerung von Endspiel? Eigentlich nicht. Und dennoch: Unter all den Endspielen des KSV Hessen in diesen Wochen im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Regionalliga ragen zwei Auswärtseinsätze der Löwen in ihrer Wertigkeit noch heraus.

Die Gastspiele bei den direkten Konkurrenten Tus Koblenz am 5. Mai (14 Uhr) und schon an diesem Freitag um 19 Uhr bei Wormatia Worms. Ein Duell, das Giuseppe Lepore als ein Finale bezeichnet, „ein Spiel, das wir gewinnen müssen“. Vier Punkte sind die Wormatia-Kicker aus der Oberrheinischen Tiefebene dem KSV Hessen voraus, doch ihr Geschäftsführer sieht dem Wiedersehen mit dem KSV sechs Jahre nach seinem Abschied aus Nordhessen mit gemischten Gefühlen entgegen.

„Natürlich haben wir die gute Entwicklung der Kasseler in den letzten Wochen aufmerksam verfolgt. Andererseits haben wir selbst eine eingespielte und starke Truppe, die jeden schlagen kann in dieser Liga.“ Alles klar also, Heimvorteil Worms? „Wenn wir den KSV schlagen wollen, müssen wir über 90 Minuten konzentriert bei der Sache bleiben und die Erinnerungen an unsere Auftritte der letzten Wochen ausblenden“, sagt Lepore.

Denn während die Löwen nach ihrer furiosen Aufholjagd „an sich und ihre Chance glauben, mit ihrer starken Zweikampfführung, der Körperlichkeit und dem großen Willen auftreten werden“, so Lepore, lief es bei der Wormatia nicht wirklich rund, um ähnlich selbstbewusst sein zu können. Neun von 33 Punkten in diesem Kalenderjahr wurden geholt, gegen Schott Mainz wurde 2:3 verloren, in Stadtallendorf gab es ein 1:1 und gegen Steinbach ein mühsames 3:2.

Eines aber haben Kasseler und Wormser gemein. Beide haben das jeweilige Endspiel im Landespokal erreicht. Die Löwen gegen Klassenkamerad Steinbach, die Wormatia gegen Verbandsligist Alemannia Waldalgesheim. Priorität aber, so Giuseppe Lepore, hat der Klassenerhalt in der Regionalliga. Nicht um jeden Preis wie den eines wirtschaftlichen Harakiri, aber mit einer Konzentration aller Kräfte. „Wir tun alles dafür, dass auch im nächsten, dem elften Jahr in Worms Regionalligafußball zu sehen sein wird“, erklärte Sportvorstand Marcel Gebhardt. „Mannschaft, Trainer, Vorstände – alle im Verein fiebern mit und sind fokussiert auf das Ziel Klassenerhalt.“

Einer, der dabei als Hoffnungsträger gilt, ist wie Lepore ein Mann mit Kasseler Vergangenheit: Ricardo Soares Pinheiro Coutinho, genannt Ricky, kickte 2011/12 eine Saison lang im Löwen-Trikot. Danach kehrte der in Kaiserslautern geborene Portugiese zu seinem Heimatklub FCK zurück, kam über Elversberg 2015 nach Worms. „Er ist eine feste Größe bei uns, eine tragende Säule und ein Leistungsträger“, sagt Lepore über den offensiven Mittelfeldspieler, den er damals selbst noch nach Nordhessen vermittelt hatte. Pinheiro, inzwischen 29, hat in 28 Einsätzen in dieser Saison einen Treffer erzielt. Wegen einer Gelbsperre musste er zuletzt aber pausieren. Auch für ihn steht am Freitag nun ein Endspiel an, ein Finale.

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