Spiele gehen in der Regel schief

KSV Hessen Kassel zu Gast beim Angstgegner FC Homburg

Sicherer Rückhalt des KSV: Torhüter Niklas Hartmann. Foto: Hedler

Kassel. Spiele gegen den FC Homburg sind für den Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel so eine Sache für sich. In der Regel gehen sie schief.

Von den letzten sieben Duellen gewannen die Löwen kein einziges. Zweimal gelang ihnen ein Unentschieden. Ansonsten: nur Niederlagen.

Das ist auch KSV-Trainer Tobias Cramer vor dem heutigen Aufeinandertreffen im Homburger Waldstadion (Anpfiff: 19 Uhr) nicht verborgen geblieben. Er verfolgt deshalb einen ganz einfachen Gedankengang: „Wir haben sonst immer gut in Elversberg ausgesehen - und in dieser Saison dort verloren. In Homburg können wir es ja jetzt umgekehrt machen: Da haben wir sonst nie etwas geholt - und gewinnen diesmal.“

Dass der heutige Gastgeber zuletzt aus den vergangenen sechs Spielen nur einen Zähler ergatterte, will Cramer aber nicht als Fingerzeig auf einen eigenen Erfolg werten. Schließlich stellte sich die Situation vor dem Heimspiel im Auestadion ähnlich dar. Homburg kam als Tabellenletzter - und gewann 2:0.

Was optimistisch stimmt, ist die personelle Lage: Cramer stehen fast alle Spieler zur Verfügung. Selbst der zuletzt verletzte Marco Dawid trainierte unter der Woche wieder mit. Allerdings kommt die Fahrt ins Saarland noch zu früh für ihn. Ansonsten hat der Trainer freie Auswahl, wobei es auf zwei freilich ganz besonders ankommt.

Niklas Hartmann: Der Torwart ist der sichere Rückhalt in dieser Saison, der keine einzige Minute bisher verpasste. Für Trainer Cramer gehört der 27-Jährige zu den besten drei Keepern in der Liga. „Ich bin total glücklich, wie er sich entwickelt hat“, sagt Cramer, der „das fußballerische Momentum“ bei Hartmann schätzt.

Fest steht: Der Mann aus Hann. Münden hat den Sprung vom Ersatztorwart des nach Nordhausen abgewanderten Kevin Rauhut zum Stammkeeper problemlos geschafft. Die Regionalliga kennt er schließlich aus seiner Zeit beim KSV Baunatal. „Er hat nicht umsonst seinen Vertrag bis 2020 verlängert“, sagt Cramer. Die Hoffnung ist, dass Hartmann in Homburg zum siebten Mal in dieser Saison kein Gegentor kassiert.

Sebastian Schmeer: Der 30-Jährige ist so etwas wie der Mann der Stunde beim KSV, ja sogar in der Regionalliga. Bei drei Einsätzen nach der Winterpause erzielte er vier Treffer. Cramer spricht von einer Hochphase seines Stürmers, die wohl auch darauf zurückzuführen ist, dass der Trainer grenzenloses Vertrauen in seinen Angreifer hat. „Das zahlt sich jetzt aus“, sagt Cramer.

Gegen Homburg muss Schmeer eine gewisse Gratwanderung vollbringen: Er sollte seine Anzahl an Saisontoren von derzeit zehn erhöhen. Gleichzeitig muss er zusehen, dass die Anzahl an Gelben Karten nicht steigt. Bei einer Verwarnung wäre der Schwälmer nämlich im nächsten Heimspiel gegen Steinbach und seinen ehemaligen Trainer Matthias Mink gesperrt. Gegen den würde er aber auch ganz gern treffen.

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