Problem Fußball-Regionalliga: Klubs und Fans ziehen an einem Strang

Gemeinsam für Regionalligareform

Kassel. Der Druck auf den DFB in Sachen Regionalligareform wächst. Schon 28 Vereine haben sich auf Initiative des KSV Hessen Kassel zusammengetan, um die vierte Liga attraktiver zu machen.

Bei einem Treffen Ende der vergangenen Woche in Darmstadt einigten sich die Vereine auf die Bildung eines Arbeitskreises, der jetzt die Gespräche mit dem Verband führen soll. Ihm gehören Vertreter des KSV Hessen Kassel, Preußen Münster, Darmstadt 98 und den Stuttgarter Kickers an.

Für den KSV sitzt Präsident Jens Rose im Gremium. Kernforderung der Vereine ist es, die sogenannten Reserveteams von Bundesligisten in einer eigenen Staffel zu vereinigen. In zwei weiteren Staffeln (Nord und Süd) würden dann die übrigen Vereine unter sich bleiben. Dies würde endlich zu einem fairen Wettbewerb führen, sagt Rose.

Ein entsprechendes Schreiben wurde jetzt formuliert und soll von allen Beteiligten Klubs unterschrieben werden, ehe es dem DFB zugesandt wird. Einen Gesprächstermin zwischen den Klubs und dem DFB gibt es noch nicht. Dies alles werde nach der Weltmeisterschaft auf die Tagesordnung gestellt.

Unterdessen machen auch die Fans der Regionalligisten mobil. Übers Internet haben sie seit Mitte der zurückliegenden Woche die Möglichkeit, das Vorhaben zu unterstützen. Dort können sich Einzelpersonen in eine elektronische Unterschriftenliste eintragen. Auch Fangruppen sind zur Solidarität aufgerufen. Bis gestern hatten sich schon über 4500 Anhänger eingetragen. Auch diese Liste soll dem DFB zugeleitet werden. Die Internetadresse:

www.pro-regionalliga-reform-2012.de

Nach Angaben von Markus Lämmer, dem Fanbeauftragten des KSV Hessen Kassel, ist am ersten Spieltag Anfang August in allen Regionalliga-Stadien eine gemeinsame Aktion vorgesehen. Auf Spruchbändern und Plakaten soll auf die Forderungen eingegangen werden.

Im Herbst wird sich der DFB-Bundestag mit der Problematik befassen. Aus DFB-Kreisen hieß es schon vor geraumer Zeit, dass der Vorschlag der Regionalligisten so kaum umzusetzen sei. Man glaube nicht, dass sich die mächtigen Bundesligisten dem beugten. Wahrscheinlicher sei, dass die Erstligisten in weniger gravierenden Punkten dem Viertligisten entgegenkommen könnten. Möglich wäre es beispielsweise, die Altersgrenze für Spieler der zweiten Teams um zwei Jahre zu veringern. Aus den jetzigen U-23-Teams würden dann U-21 Teams.

Von Uli Brehme

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