Am Samstag bei der Bundesliga-Reserve

KSV Hessen: Körperbetont gegen Mainz

Am Samstag in Mainz gefordert: Kassels Innenverteidiger Robin Urban, hier rechts im Zweikampf mit dem Großaspacher Marvin Cuni.
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Am Samstag in Mainz gefordert: Kassels Innenverteidiger Robin Urban, hier rechts im Zweikampf mit dem Großaspacher Marvin Cuni.

Der KSV Hessen Kassel tritt morgen bei einer echten Wundertüte der Regionalliga-Südwest an. Ab 14 Uhr sind die Löwen beim FSV Mainz 05 II zu Gast.

Kassel – Etwas ist neu in der Fußball-Regionalliga Südwest. Seit den Nachholspielen unter der Woche hat die Tabelle ein einheitliches Bild. 31 Spiele stehen da bei jeder Mannschaft. Vor der Partie bei der Bundesliga-Reserve des FSV Mainz 05 am Samstag (14 Uhr, Stadion am Bruchweg) weiß nun auch der KSV Hessen Kassel, mit welcher Konstellation es in die letzten zehn Saisonspiele geht.

Weil die SG Großaspach nicht über ein 2:2 gegen das in der Rückrunde punktlose Alzenau hinauskam, sind es fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Ein kleines Polster, aber alles andere als ein Ruhekissen. „Diese Liga ist verrückt“, sagt KSV-Trainer Tobias Damm dann auch, nicht nur mit Blick auf das Ergebnis aus Großaspach.

Diesen beständigen Wechsel zwischen überraschenden Siegen und bitteren Rückschlägen kennt er ja von seiner eigenen Mannschaft. Er gilt auch für die 05er, die wie so viele Zweitvertretungen eine Art Wundertüte darstellt. Da wird in Stuttgart gewonnen, gegen Offenbach gepunktet, aber eben auch wie am letzten Wochenende gegen Schlusslicht Stadtallendorf verloren.

Starkes Duo in der Innenverteidigung

„Man weiß halt nie, wer bei denen aufläuft“, sagt Damm, der von seiner Mannschaft intensives Spiel gegen den Ball und konsequente Zweikampfführung fordert. So wie beim 2:1 im Hinspiel. Einer, der damals noch nicht dabei war, ist da gefordert: Robin Urban, Innenverteidiger, seit Dienstag 27 Jahre alt. 17 Spiele hat er mittlerweile bestritten seit seinem Wechsel zu den Löwen, ist immer stabiler geworden. „Er hat sich kontinuierlich weiterentwickelt, ist stabil, zweikampfstark und bildet mit Kevin Nennhuber ein gutes Duo“, lobt Trainer Damm.

Urban selbst sagt: „Ich fühle mich hier wohl, fühle Vertrauen. Das hat mir geholfen.“ Er ist angekommen in Kassel. Im Oktober letzten Jahres ist er ein Löwe geworden, war zuvor vertragslos, nachdem es beim Duisburger Regionalligisten VfB Homberg nach dem Saison-Abbruch wegen Corona nicht weitergegangen war. Essen, Regensburg, Halle waren weitere Stationen. Seinen Start in den Seniorenfußball machte Urban aber bei Fortuna Düsseldorfs Reserve. „Ich weiß also, wie der Fußball bei zweiten Mannschaften funktioniert“, sagt er. Und: „Deshalb spiele ich jetzt gerne gegen Reserve-Teams.“

Das Rezept? „Du darfst sie nicht ins Spielen kommen lassen. Und es darf gerne auch körperbetont sein. Das kann der KSV gut.“ Was Urban wurmt: „Dass wir fast nie ohne Gegentor bleiben.“ Sein Trainer hat aber eine andere Forderung an ihn: „Es wird langsam mal Zeit für ein Tor“, sagt Damm scherzend. In Koblenz hatte Urban bereits getroffen, doch der Schiedsrichter pfiff etwas umstritten Abseits. Urban sagt nun: „Ich habe nichts dagegen, wenn es am Samstag klappt. Aber als Verteidiger wäre ich auch mit einem 1:0 zufrieden.“

Von Frank Ziemke

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