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Kurzfristige Pressekonferenz: André Schubert neuer Sportvorstand beim KSV

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Kassel. Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel hat einen neuen Sportvorstand: Der aus Kassel stammende André Schubert, früherer Trainer des FC St. Pauli, löst Claus Schäfer ab und wird in Zukunft ehrenamtlich im Vorstand der Löwen tätig sein.

Das gab der Verein heute Vormittag auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz bekannt. Der 42 Jahre alte Schubert war in den vergangenen Wochen bereits als Berater für die Löwen tätig – ebenfalls unentgeltlich. Claus Schäfer, zuletzt bei den Fans stark in der Kritik, zieht sich aus beruflichen Gründen als Sportvorstand zurück. Schubert betonte aber während der Pressekonferenz, dass er mit Schäfer, der ebenfalls anwesend war, künftig zusammenarbeiten werde, vor allem bei der Organisation der Jugendarbeit. Die wird eines der Kernthemen Schuberts sein. Die Ausbildung müsse besser werden, die Durchlässigkeit zur Regionalliga-Mannschaft größer, betonte Schubert bei seiner Vorstellung.

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Aber: „Zunächst muss es der ersten Mannschaft besser gehen. Dann wird es auch dem Verein besser gehen.“ Deshalb hat etwas anderes Priorität: dass der KSV den Klassenerhalt erreicht und alle im Verein daran arbeiten. „Wir müssen die erste Mannschaft optimal unterstützen und ihr die Ruhe geben, die sie braucht“, sagte Schubert, der zusammen mit seinen Vorstandskollegen nun einen neuen Trainer finden will. Das soll laut dem neuen Sportvorstand möglichst schnell, aber trotzdem mit größter Sorgfalt geschehen.

Wie auch Vorstandsvorsitzender Hans-Jochem Weikert erklärte, streben die Löwen an, noch in dieser Woche einen neuen Coach zu präsentieren. Allerdings: Sollte noch weiterer Beratungsbedarf bestehen, würde nichts überstürzt. Weikert machte darüber hinaus den Wert der Personalie Schubert deutlich: „Das ist ein Pfund, das wir nutzen müssen. Wir hoffen auf eine Signalwirkung in der Region.“ Auf die Region setzt auch Schubert. „Die Region braucht einen Verein wie den KSV. Aber der KSV braucht auch die Region.“ Schubert will als Vorstand seine Erfahrung und seine Kontakte einfließen lassen. Vor seiner Zeit bei St. Pauli war er bereits Trainer und Sportlicher Leiter beim Zweitligisten SC Paderborn. Dort war er auch als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums tätig. Der ausgebildete Fußballlehrer arbeitete zudem auch schon für den Deutschen Fußball-Bund. Warum aber macht er seine neue Aufgabe ehrenamtlich?

Schubert sieht auch für sich einen Vorteil: Die Kontakte zu Spielerberatern zum Beispiel würden sich nun wieder intensivieren, außerdem sammelt er nun Erfahrung auf einem für ihn neuen Gebiet. Sollte er einen hauptamtlichen Job in einem anderen Verein bekommen, würde er trotzdem dem KSV verbunden bleiben. Dass er nicht zugleich das Traineramt übernimmt, hat auch mit seiner eigenen Analyse über den KSV zu tun: Schubert hat erkannt, dass der Klub eigentlich einen hauptamtlichen Coach und einen hauptamtlichen Sportdirektor braucht. Nicht ausgeschlossen daher auch, dass eines fernen Tages Schubert hauptamtlicher Manager der Löwen wird. Derzeit ist daran aber erst einmal nicht zu denken: Dem KSV fehlt das Geld. (frz/hag)

Fotos von der Pressekonferenz

Alles Aktuelle zur Pressekonferenz lesen Sie auch bei www.kassel-live.de.

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