Vertrag bis 2023 verlängert

KSV-Hessen-Spieler Serkan Durna vor dem Derby gegen den FSV: Gute Erinnerungen an Frankfurt

Serkan Durna.
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Er bleibt ein Löwe: Offensivspieler Serkan Durna hat seinen Vertrag beim KSV Hessen Kassel bis 2023 verlängert.

Der eine bleibt, der andere geht. Während Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel am Montag die Vertragsverlängerung von Serkan Durna während der Mitgliederversammlung verkündete, vermeldete er gestern, dass Brian Schwechel die Löwen im Winter verlassen wird.

Kassel – Zwei Spieler, die jeweils einen Großteil ihrer Jugendzeit beim KSV verbrachten. Während Schwechel sein erstes Spiel in der Regionalliga im Juli 2017 absolvierte, stand Durna nach einer Meniskusverletzung in der Vorsaison im März dieses Jahres erstmals für den Viertligisten auf dem Fußballplatz. Gegner damals wie morgen der FSV Frankfurt (Anstoß im Auestadion um 14 Uhr).

Bei Schott Mainz am 9. März reichte es für den 21 Jahre alten Durna nur für sechs Minuten (0:1). Danach stand er zwar zweimal im Kader, bekam aber keine Einsatzzeit (0:2 gegen Elversberg und 0:3 in Koblenz). Die Löwen steckten gerade in der längsten Durststrecke der vergangenen Spielzeit mit drei Niederlagen ohne eigenen Treffer am Stück. Und dann stand auch noch das Hessenderby gegen den FSV Frankfurt an. Trainer Tobias Damm überraschte am 27. März mit zwei Namen in seiner Startelf: Aram Kahraman – und Serkan Durna.

Die beiden jungen Fußballer lieferten eine richtig gute Leistung ab – und am Ende siegte der KSV 2:1, beendete so einen Negativlauf. „Das war mein erstes Heimspiel im Auestadion, bei dem ich in der Startelf stand“, erinnert sich Durna. „Ich weiß noch, dass ich die Flanke gegeben habe, durch die das Eigentor zu unserer Führung entstanden ist“, erzählt er. Frankfurts Marco Speck hatte damals den Ball ins eigene Netz befördert (19.). Mahir Saglik legte das 2:0 nach (35.). Nach dem Anschlusstreffer von Dominik Nothnagel in Hälfte zwei (57.) brachten die Löwen den Sieg schließlich über die Zeit.

Ein Blick auf die Startaufstellung von damals verrät, wie viel sich seitdem eigentlich verändert hat. Einzig Nael Najjar und eben Durna und Kahraman könnten morgen in der Startelf stehen – und waren auch im März in dieser zu finden. Ingmar Merle fehlt weiterhin verletzt ebenso wie Nicolas Gröteke und Jon Mogge. Für Kevin Nennhuber komme ein Einsatz von Beginn an nach drei Wochen Training und nur 15 Minuten Spielpraxis noch zu früh, sagt Damm. Wie er die Abwehr umbauen werde, um den gesperrten Hendrik Starostzik zu ersetzen, wollte er noch nicht preisgeben. Vielleicht rückt Kapitän Frederic Brill, der wieder dabei sein wird, nach hinten. Der Rest der Startelf von damals hat den Klub verlassen.

Für Durna ist dieser Umbruch aber kein größeres Problem. „Die Qualität in der Breite unseres Kaders ist größer geworden. Ich glaube, für uns ist das besser. Wir spielen anders. Mir persönlich macht das mehr Spaß“, sagt Durna. „Der Tabellenplatz derzeit spiegelt wider, wie gut die Chemie im Team ist. Es gibt kaum Gruppen. Letztes Jahr haben sich auch alle gut verstanden. Aber mit einigen Spielern, die 33 oder älter waren, hat es schon hier und da Gruppen gegeben“, fügt der 21-Jährige an.

Die Vertragsverlängerung bis 2023 sei für ihn reine Formsache gewesen. „Das war klar, das ich das mache. Ich habe in der U9 beim KSV angefangen. Damals habe ich als kleiner Junge auf der Osttribüne gestanden und Thorsten Bauer zugejubelt. Ich möchte auf jeden Fall noch ein bisschen bleiben“, sagt Durna.

Wie schon in der Vorsaison war die Anfangsphase für ihn selbst von Rückschlägen beeinflusst. Der Außenbahnspieler fehlte in dieser Spielzeit zweimal wegen Krankheit und hatte in der Vorbereitung eine Bänderverletzung, die ihn zwei Wochen und damit Grundlagenkondition kostete. Jetzt ist er aber topfit und hat sich zuletzt einen Stammplatz erarbeitet. „Er ist ehrgeizig und professionell. Aber – und das habe ich ihm auch schon gesagt: Er kann noch mehr“, sagt sein Trainer.

Berechtigte Hoffnungen auf einen Platz in der Startelf darf sich Durna aber wohl für morgen machen. Ebenso wie Schwechel, für den die Partie gegen den FSV Frankfurt ein Abschiedsspiel wird. (Maximilian Bülau)

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