Löwen überzeugen gegen Paderborn und blicken den kommenden Wochen entgegen

KSV Hessen: Gute Neulinge und viel Vorfreude

Verdienten sich gute Noten in der Abwehr: Die KSV-Verteidiger Steffen Friedrich (links) und Neuzugang Frederic Brill (rechts), hier gegen den Paderborner Idir Ouali. Fotos:  Hedler

Kassel. Dieses 1:1 konnte sich wirklich sehen lassen. Und es war durchaus noch mehr drin für den KSV Hessen.

Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad lieferten sich der Fußball-Regionalligist und der Zweitligist aus Paderborn am Freitagabend ein ansehnliches Testspiel, von dem nicht nur der Schweiß eines heißen Sommertages zurückblieb. Ein Löwen-Sieg wäre nicht unverdient gewesen, denn das Team von Trainer Matthias Mink überzeugte bereits so kurz nach dem anstrengenden Trainingslager. Aber die Partie gegen die Ostwestfalen lieferte auch weitere Geschichten.

1. Die Neuen fügten sich richtig gut ein: Ob Frederic Brill oder Tim Welker in der Abwehr, Hasan Pepic als Ballverteiler im Mittelfeld oder auch Sylvano Comvalius im Sturm – das sah schon richtig ordentlich aus. „Wir sind gut reingekommen in die Partie, haben wenig zugelassen und die besseren Chancen herausgearbeitet. Es ist einfach ein gutes Gefühl, dass wir das schon draufhaben“, sagte Brill. Und Pepic fügte an: „Wir hatten bereits richtig gute Phasen in diesem Spiel, leider sind am Ende ein bis zwei Tore zu wenig herausgesprungen.“

2. Apropos Pepic: Wie war eigentlich das Duell gegen seinen Bruder Mirnes, der bei Paderborn spielt? Es gab eines, aber das fand in erster Linie vor und nach dem Spiel statt. „Wir haben gewettet, wer gewinnt. Jetzt steht es am Ende 1:1, da müssen wir mal schauen, wie wir das mit dem Gewinn machen“, sagte Hasan Pepic. Für ihn sei das Spiel natürlich eine „besondere Motivation“ gewesen. Nach der Partie hat ihm der verletzte Sebastian Schmeer bei der Suche nach der Gästekabine und seinem Bruder geholfen.

3. Matthias Mink erinnerte kurz an ein großes Finale: Immer wenn ein Trainer nach einem Spiel noch mal allein auf den Rasen geht, erinnert es ein bisschen an Franz Beckenbauer nach dem WM-Endspiel 1990 in Rom. Vielmehr war der zum Schluss allein im Auestadion wandelnde KSV-Trainer angetan vom Auftritt seines Teams: „Das war ein super Ergebnis, wenn man bedenkt, dass wir im spielerischen Bereich noch nicht entscheidend gearbeitet haben. Aber die Integration der Neuzugänge ist vollzogen, jetzt müssen wir weiter an Qualität im Zusammenspiel gewinnen.“ Bis Freitag haben seine Jungs frei, dann beginnt die zweite Phase der Vorbereitung. Und vielleicht steht am Saisonende ja auch ein richtig großes Finale für den KSV Hessen an.

Sie kennen sich: Paderborns Mahir Saglik und Matteo, Sohn von Tobias Damm.

4. Tobias Damm traf seinen Trauzeugen wieder: Tobias Damms Sohn Matteo in den Armen von Paderborns Mahir Saglik, was war denn da los? „Er ist unser Trauzeuge“, klärt der KSV-Stürmer auf. Und eine Überschneidung beider Spieler in der Karriere findet man dann auch ganz schnell. In der Saison 2007/2008 waren sie für den Nord-Regionalligisten Wuppertaler SV am Ball.

5. Die Vorfreude auf die Knaller-Wochen wächst: Die DFB-Pokalpartie ist endlich terminiert, hinzu kommen das Testspiel gegen den Hamburger SV und der Saisonauftakt gegen Offenbach: Die Vorfreude wächst, auch bei der Mannschaft. „Da liegt viel Arbeit vor uns, aber dafür spielst du eben auch Fußball“, sagt Frederic Brill. Und Hasan Pepic meint: „Das wird echt der Wahnsinn, da freuen wir uns alle drauf. Vielleicht können wir Hannover vor vollem Haus ärgern und etwas ganz Großes schaffen.“

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