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KSV Hessen verliert bei Schlusslicht Koblenz: „Haben uns sehr naiv angestellt“

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Von: Maximilian Bülau

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Von links: Aram Kahraman, Michael Guthörl, Nael Najjar (verdeckt), Marlon Sündermann und Iosif Maroudis.
Das 0:1: Der Koblenzer Iosif Maroudis (rechts) trifft, Mitspieler Michael Guthörl schaut zu (Zweiter von links). Die Kasseler Aram Kahraman (links) und Marlon Sündermann (Zweiter von rechts) sind machtlos. Verdeckt: Nael Najjar. © René Weiss

Es wäre etwas zu viel des Guten, den FC Rot-Weiss Koblenz als Angstgegner des KSV Hessen Kassel zu bezeichnen. Die Bilanz der Löwen gegen das Schlusslicht der Fußball-Regionalliga Südwest könnte allerdings deutlich besser aussehen.

Kassel/Koblenz – Nach dem 2:2 im Hinspiel ging der KSV am Samstag beim 1:2 (0:1) leer aus. Kurios: Koblenz hat in dieser Saison genau zweimal mehr als einen Treffer erzielt – es waren die beiden Partien gegen die Mannschaft von Tobias Damm. Der sagte nach der Partie: „Koblenz hat absolut verdient gewonnen. Man hat heute gesehen, worauf es in der Regionalliga ankommt: Zweikampfverhalten und eine hohe Intensität fahren. Da waren sie klar besser.“

Bei eisigen Temperaturen begann die Partie vor 360 Zuschauern zäh, wobei die Löwen etwas besser in die Begegnung fanden und dabei vor allem über die rechte Seite mit Maurice Springfeld und Nael Najjar die Koblenzer Hintermannschaft beschäftigten. Gefährlich zum Abschluss kam der KSV jedoch nicht, weil vielen Aktionen – inklusive der ins Zentrum geschlagenen Frei- und Eckstöße – die Genauigkeit fehlte. Der Tabellenletzte wurde erst nach 20 Minuten aktiver, sodass das Verhältnis in Sachen Ballbesitz ab dieser Phase ausgeglichen ausfiel. „Wir haben viele Flüchtigkeitsfehler gemacht und Koblenz mit seinem guten Umschaltspiel immer mehr ins Spiel gebracht“, sagte Damm. Torabschlüsse blieben auf beiden Seiten Mangelware. Nach 32 Minuten versuchte es Springfeld im Anschluss an einen Eckball per Volley aus 16 Metern.

Der erste gefährlich zu Ende gebracht Vorstoß der Heimelf brachte prompt die Führung. Yanni Regäsel und Marius Köhl, der zwei Gegenspieler sowie KSV-Schlussmann Marlon Sündermann umkurvte, bereiteten für Kapitän Iosif Maroudis vor, der aus zentraler Position einschoss (42.). Für Koblenz war es das erste Ligator nach 632 Minuten. „Wir sind im Zentrum ins Dribbling gegangen und haben den Ball verloren. Das war ein individueller Fehler“, erklärte Damm die Ursache des 0:1.

Der Treffer schien bei der Mannschaft von Adrian Alipour Selbstvertrauen freizusetzen. Koblenz kehrte engagiert aus der Kabine zurück und erhöhte in der 56. Minute per Konter auf 2:0. Michael Guthörl trieb den Ball fast über das halbe Spielfeld nach vorn und legte ab auf den einsprintenden Marius Köhl – die Vorentscheidung. Nur vier Minuten später verhinderte der Torpfosten das 3:0 durch den bei einem Regäsel-Freistoß aufgerückten Maurice Buckesfeld.

Auch Damms offensive Wechsel brachten die Platzherren nicht mehr in Bedrängnis. Der sehenswerte Anschlusstreffer durch Nael Najjar, der nach einem seitens der Koblenzer nicht geklärten Eckstoß an den zweiten Ball kam und aus dem Rückraum traf, blieb so Ergebniskosmetik und kam zu spät. Unmittelbar danach pfiff Schiedsrichter Philipp Schlegel die Begegnung ab.

Bei der „absolut verdienten Niederlage“ erkannte Damm auch das Fehlen seines erkrankten Kapitäns: „Wir haben uns sehr naiv angestellt. Freddy (Brill) hätte uns geholfen“, sagte er. Hintenraus sei Koblenz seiner Mannschaft körperlich überlegen gewesen. „Wir sprechen immer über dieselben Dinge. Wir sind nicht so weit, wie wir es gern wären“, fügte er an an. (Fabian Weber und Maximilian Bülau)

Koblenz: Leonhard - Afamefuna, Weidenbach, Buckesfeld, Zobel - Adewole, Regäsel (88. Ike) - Köhl (80. Limani), Maroudis, Guthörl (83. Lihsek) - Töpken.

Kassel: Sündermann - Springfeld, Starostzik, Mißbach - Kahraman (62. Fischer), Stendera - Najjar, Döringer (62. Vesco), Durna (46. Schmitt) - Jones (62. Dawid), Mogge (73. Iksal).

SR: Schlegel - Z: 360

Tore: 1:0 Maroudis (42.), 2:0 Köhl (56.), 2:1 Najjar (90.+4).

Gelbe Karten: Guthörl, Afamefuna, Köhl, Adewole / Kahraman, Mogge

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