Hartmann wird zum Helden – im Viertelfinale wartet nun Willingen

KSV Hessen siegt gegen Stadtallendorf 8:7 nach Elfmeterschießen

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Laufduell: Stadtallendorfs Kevin Vidakovics (links) gegen den KSV-Torschützen Marco Dawid.

Stadtallendorf. Flutlicht. Eine prall gefüllte Gästekurve mit Anhängern des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel. Hessenpokal. Achtelfinale. Was will man mehr. Einen Sieg vielleicht. Und den gab es für die Löwen.

8:7 gewannen sie bei Eintracht Stadtallendorf – nach Elfmeterschießen. Ein Krimi. Jetzt gibt es das Duell mit dem Heimatverein von Trainer Tobias Cramer – dem SC Willingen.

Der KSV legte gut los, machte von Beginn an Druck. Das zahlte sich direkt aus. Die erste Chance, ein Schuss von Sebastian Schmeer von der Strafraumkante, wird geblockt. Eckball. Und Standardsituationen kann der KSV. Die Ecke wird rausgeköpft – allerdings direkt auf die Brust von Marco Dawid. Der zieht volley ab. Der Ball landet unhaltbar für Stadtallendorfs Torwart Hrvoje Vincek im langen Eck. Ein herrlicher Treffer.

Am Wochenende hatte der KSV gegen Mainz II ebenfalls 1:0 geführt und zur Pause dann 1:2 hinten gelegen. Das sollte nicht noch einmal passieren. Die Löwen spielten weiter nach vorn, aber strukturiert, wie es Cramer gefordert hatte. Hinten ließen sie nichts zu. Vorn spielen sie in der 19. Minute Brian Schwechel auf der rechten Seite frei. Der legt quer auf Adrian Bravo Sanchez – schwer ist es für ihn nicht mehr, den Ball über die Linie zu schieben. Was für ein Start für den KSV.

Dann wurden die Löwen wütend. Weil der Anschlusstreffer durch Damijan Heuser fällt (28.). Und weil Jascha Döringer im Vorfeld den Ball mit der Hand mitnimmt. Seine Flanke erreicht dann eben Heuser und der trifft. Ebenfalls volley, ebenfalls sehenswert.

Weil ein Schuss von Sebastian Schmeer (37.) und ein Heber von Dawid (38.) nicht im Tor landen, bleibt es bis zur Pause beim 2:1 für den KSV.

Die zweite Halbzeit startet zunächst ereignisarm – auf beiden Seiten. Die erste Chance haben dann die Löwen durch einen Kopfball von Sergej Schmik (56.) nach einer Ecke. Der geht aber ein ganzes Stück über das Tor. Die Fans begeistern in dieser Phase aber trotzdem – auf beiden Seiten. Ohne Pause werden Fahnen geschwenkt, Lieder gesungen. Richtig stimmungsvoll für einen Mittwochabend.

Doch die Löwen machen in der Folge zu wenig, geben das Spiel aus der Hand. Das rächt sich elf Minuten vor dem Ende. Einen Pass in die Schnittstelle zwischen den Innenverteidigern bekommt Heuser perfekt in den Lauf – und er trifft zum zweiten Mal. Ausgleich. Die Löwen geben eine 2:0-Führung noch aus der Hand. Bitter.

Weil aber sonst nichts mehr passiert, geht es in die Verlängerung. Und weil da Großchancen von beiden Teams ungenutzt bleiben, muss das Elfmeterschießen am Ende die Entscheidung bringen.

Und da treffen zunächst alle fünf Schützen von beiden Teams. Dann muss Niklas Künzel ran und versenkt sicher. Bei Stadtallendorf tritt Ivan Bozina an. Torwart Niklas Hartmann ahnt die Ecke und hält. Der Rest ist Jubel. Und die Gästekurve singt im Stadtallendorfer Herrenwaldstadion: „Rot-weiße Jungs, holt den Pokal für uns!“ Die Chance ist jetzt immer noch da.

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