Anpfiff am Samstag um 14 Uhr

KSV Hessen Kassel: Auswärts am Samstag in Ulm und auch im Oktober im Pokal

In guter Form nach seiner Genesung: Marco Dawid (rechts) vom KSV Hessen Kassel drängt in die Startelf, bringt aber auch von der Bank viel Tempo ins Spiel – wie hier in der Partie gegen Steinbach und Nikola Trkulja. Foto:  Hedler

Kassel. Eine Bilanz sagt: Seit 2008 hat der Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel gegen Ulm nicht mehr verloren. Am Wochenende geht es auswärts in Ulm um die nächsten Punkte.

Eine andere sagt aber auch: Die Löwen haben in dieser Saison zwei von drei Auswärtsspielen verloren - allerdings gegen Saarbrücken und Offenbach, den Ersten und Zweiten der Tabelle. Trainer Tobias Cramer sagt trotz dreier Siege in Folge vor dem Auswärtsspiel in Ulm am Samstag (14 Uhr): „Wir haben genug Spieler, die mit beiden Beinen am Boden bleiben.“

Auswärts in Ulm

Unbestritten ist derzeit: Es läuft für die Löwen. Besser als viele vorab erwartet hätten. Über dem ersten Strich - dem der sicheren Absteiger - steht die Mannschaft trotz der neun Minuspunkte zum Start schon. Ein Sieg beim SVV Ulm, der bislang nur zwei Punkte geholt hat, wäre sehr hilfreich, um weiter Distanz zu den unteren Plätzen zu schaffen.

Tobias Cramer

Nicht dabei sind die gesperrten Frederic Brill (fünfte Gelbe Karte) und Rolf Sattorov (Gelb-Rote-Karte, zweite Mannschaft). Bei Sergej Evljuskin, der am vergangenen Wochenende gegen den TSV Steinbach einen Schlag auf die Hüfte bekommen hatte, gibt der Coach aber Entwarnung: „Er hat normal trainiert, es war nur eine Prellung.“ Dass Evljuskin Kapitän Brill vor der Abwehr ersetzt, sei eine Möglichkeit mit hoher Wahrscheinlichkeit, sagt Cramer.

In diesem Fall wird dann wohl Lucas Albrecht nach überstandener Verletzung wieder in der Innenverteidigung beginnen. Fehlen könnte dagegen Sebastian Schmeer, der sich ein Band im Sprunggelenk angerissen oder gerissen hat. „Das war auf den Bildern noch nicht klar zu erkennen“, sagt Cramer. Ob er fit wird, werde sich kurzfristig zeigen. Freuen würde sich der Trainer sicherlich, denn er sagt: „Wenn er fit ist, dann ist er unser Topstürmer.“

Was macht die Löwen derzeit so stark? Da gibt es einige Erklärungen. Cramer sagt: „Wir haben ein gutes Verhältnis aus Körperlichkeit und Emotionen.“ Eine Hilfe ist auch, dass der Trainer Qualität von der Bank bringen kann - so wie zuletzt Marco Dawid, Nael Najjar und eben Albrecht. „Das macht uns aus. Spieler, die sich ausrechnen, in der ersten Elf zu stehen, halten die Füße still. Und dann funktionieren sie, wenn sie reinkommen.“ Und auch das taktische Verhalten des Teams hat sich etwas geändert. „Wir stehen tiefer und laufen nicht mehr ins offene Messer“, sagt Cramer.

Auswärts im Pokal

Ein weiteres Auswärtsspiel hat der KSV im Hessenpokal zugelost bekommen. Am 18. Oktober (18.30 Uhr) müssen die Löwen beim Ligakonkurrenten Eintracht Stadtallendorf ran - kurzer Weg, schweres Los. Denn als eine von acht gesetzten Mannschaften war Stadtallendorf der einzige andere Regionalligist, den die Mannschaft hätte bekommen können. Ansonsten wäre der Gegner aus einer der unteren Klassen gekommen.

„Et kütt wie et kütt“, greift Cramer auf ein kölsches Sprichwort zurück. Übrigens: Es wäre auch ein Duell mit dem SC Willingen möglich gewesen - ein Verein aus Cramers Heimat.

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