Mutmacher im Wohnzimmer?

KSV Hessen: Cramer will in seinem Heimatort Willingen das Pokal-Halbfinale erreichen

Beifall in der Heimat? KSV-Trainer Tobias Cramer spielt heute mit seiner Mannschaft in seinem Wohnort Willingen. Die Löwen wollen im Pokal ins Halbfinale einziehen. Foto: Hedler

Kassel. Für den Trainer ist es ein Auswärtsspiel im eigenen Wohnzimmer, für die Mannschaft die Chance, sich neuen Mut für die Meisterschaft zu holen: Im Viertelfinale des Hessenpokals tritt der KSV Hessen Kassel heute beim SC Willingen an.

Für die Gastgeber ist es das Spiel des Jahres und zugleich das letzte in ihrem Stadion. Die Gäste hoffen, dass der Verbandsligist für sie nicht zum Stolperstein wird. Wissenswertes zum Spiel (19 Uhr):

DAS HEIMSPIEL 

Tobias Cramer ist gebürtiger Westfale – und doch längst von ganzem Herzen Willinger. Sechs Jahre hat der Trainer des KSV Hessen für den SC Willingen gespielt. „Ich freue mich total auf dieses Spiel. Das ist mein Wohnzimmer“, sagt der 43-Jährige, der mit seiner Familie in Willingen lebt. Und: Es ist das letzte Spiel in diesem Wohnzimmer. Das Hoppecketal-Stadion wird abgerissen, weil es einer Talstation für Sessellifte weichen soll. „Am Wochenende hat es den ersten Schnee gegeben“, berichtet Cramer. Die Partie ist aber ungefährdet. Willingens Trainer Uwe Schäfer freut sich auf den Anpfiff: „Willingen hat noch nie in einem Pflichtspiel gegen einen Regionalligisten gespielt. Das ist eine einmalige Sache für den Verein, die wir genießen wollen“. Cramer hofft auf mindestens 1000 Zuschauer.

DER MUTMACHER 

Das soll ein Pokalerfolg für die Löwen sein – schließlich hat der KSV in der Meisterschaft das Siegen verlernt. „Es kann ein Mutmacher werden, aber nur, wenn wir die Aufgabe mit Respekt angehen“, sagt Cramer. Seine Warnung hat Gründe. Der Verbandsligist hat bereits drei Hessenligisten aus dem Pokal gekegelt: Ederbergland, Waldgirmes und Watzenborn-Steinberg. Schäfer sagt: „Wir haben jetzt schon gewonnen und können gar nicht verlieren.“

DIE CHANCE 

Cramer will natürlich nur auf den nächsten Schritt schauen. „Erst einmal die Hausaufgaben machen, dann sehen wir weiter“, sagt er. Trotzdem könnte der Pokal in dieser Saison für die Löwen zu einer guten Chance werden, Sollten sie heute das Halbfinale erreichen, wartet dort in jedem Fall ein klassentieferer Verein. Eddersheim und Dreieich spielen ebenfalls heute den möglichen Gegner aus. Das zweite Halbfinale steht dagegen bereits fest. Hier stehen sich Drittligist Wehen Wiesbaden und Regionalligist Steinbach gegenüber. Sollten die Wehener ins Endspiel einziehen und am Saisonende wie bisher in der Liga auf einem der ersten vier Plätze stehen, würde bereits die Endspiel-Teilnahme die Qualifikation für die Hauptrunde bedeuten.

DAS PERSONAL 

Tim-Philipp Brandner, Sergej Evljuskin und Niklas Künzell fehlen, auch der Einsatz von Lucas Albrecht ist unwahrscheinlich. Sergej Schmik und Sebastian Schmeer stiegen zumindest gestern ins Training ein. Gefordert sind so heute Adrian Bravo Sanchez, Sebastian Szimayer und Ingmar Merle. Das Trio ist am Wochenende gelbgesperrt.

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