Am Mittwoch um 19 Uhr

KSV Hessen vor dem Halbfinale im Hessenpokal: Große Bühne schon zu sehen

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Wie viele sind dieses Mal dabei? Beim Viertelfinale in Willingen, das der KSV Hessen 4:1 gewann, fuhren einige Löwen-Fans mit. Ob die auch in Eddersheim am Mittwoch dabei sein werden?

Kassel. Über den FC Eddersheim soll es zunächst nach Wiesbaden gehen - und dann am besten auf die ganz große Bühne. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Wenn der Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel am Mittwoch um 19 Uhr beim Verbandsligisten (Staffel Mitte) im Halbfinale des Hessenpokals antritt, dann steht dort auch irgendwie die finanzielle Zukunft auf dem Spiel. Zuallererst geht es aber natürlich um den sportlichen Erfolg.

Wer ist überhaupt dieser FC Eddersheim? 

Eddersheim ist ein Stadtteil von Hattersheim am Main im Main-Taunus-Kreis und liegt zwischen Frankfurt im Osten (etwa 26 Kilometer) und Wiesbaden im Westen (etwa 20 Kilometer). Der Verein wurde 1931 gegründet, der größte sportliche Erfolg war der Aufstieg in die Hessenliga 2012. Im darauffolgenden Jahr ging es aber direkt wieder nach unten. Derzeit liegt Eddersheim an der Spitze der Verbandsliga Mitte und hat in der Liga erst ein Spiel verloren. Nach der Winterpause gab es bislang ein Unentschieden und zwei Siege für das Team von Trainer Rouven Leopold.

Im Hessenpokal ging der Weg über Rot-Weiß Darmstadt (2:1, Verbandsliga), SV 07 Geinsheim (3:2, Gruppenliga), den TSV Korbach (5:1, Gruppenliga) und Hessen Dreieich (4:3, Hessenliga) ins Halbfinale gegen die Löwen. Dabei lässt vor allem das letzte Ergebnis aufhorchen, denn Dreieich ist Tabellenführer der Hessenliga und spielt nur noch in dieser Klasse, weil der Verein nach der Meisterschaft im vergangenen Jahr auf den Aufstieg verzichtete.

Einen bekannten Namen hatten die Eddersheimer auch mal zu bieten. Von 2011 bis 2013 trainierte der Frankfurter Matthias Dworschak (43) die Mannschaft. Der kam als Mittelfeldspieler in der Bundesliga für die Eintracht zum Einsatz (acht Spiele, ein Tor) und spielte anschließend auch noch für Hannover 96 in der zweiten Liga.

Warum kann der Hessenpokal für die Löwen noch richtig interessant werden? 

Weil der Sieger einen Startplatz im DFB-Pokal erhält. Zuletzt gelang das dem KSV 2015. Damals war Hannover 96 zu Gast (0:2) und das Aue-stadion ausverkauft. In dieser Saison gab es für die Teilnahme an der ersten Runde 159 000 Euro, Amateurvereine bekamen 115 000 Euro, weil sie noch Abgaben an den eigenen Landesverband zahlen müssen. Besonders interessant ist es in diesem Jahr, weil den Löwen auch schon die Finalteilnahme für den DFB-Pokal reichen könnte.

Denn im zweiten Halbfinale stehen sich der TSV Steinbach und der SV Wehen Wiesbaden gegenüber (Dienstag, 3. April, 19 Uhr). Und weil die ersten vier Mannschaften der dritten Liga sich schon direkt für den DFB-Pokal qualifizieren, Wehen derzeit Vierter ist, könnte dem KSV am Ende auch die Finalteilnahme reichen, um in der kommenden Saison auf der ganz großen Bühne zu stehen und im Lostopf zu sein.

Wie ist die personelle Lage beim KSV?

Hinter Stürmer Sebastian Schmeer steht immer noch ein Fragezeichen. Bereits am Wochenende war er wegen einer Bauchmuskelverletzung gegen Elversberg nicht dabei. Fraglich sind zudem auch Sascha Korb und Michael Voss, die beide mit einem grippalen Infekt zu kämpfen haben. Die Form der Löwen stimmt aber. In der Regionalliga ist das Team von Trainer Tobias Cramer seit vier Spielen ungeschlagen.

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