KSV Hessen: Heute kommt Wolfsburg ins Auestadion

Leichte Entwarnung: Lucas Albrecht ist wohl nicht schwerer verletzt. Foto:  Hedler

Kassel. Zwischen Saarbrücken und Stuttgart liegt Wolfsburg - geografisch ist das zwar nicht ganz richtig, für den Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel ist das in dieser Woche aber Realität.

Nach der Niederlage gegen Tabellenführer Saarbrücken am vergangenen Sonntag (1:3) steht das Retterspiel gegen den Erstligisten aus Niedersachsen an, bevor am kommenden Samstag dann die Reserve des VfB Stuttgart ins Auestadion kommt. Anstoß ist um 18.30 Uhr. Wir blicken auf einige Fakten vor der Partie.

Das Sportliche

Gegen Saarbrücken gab es eine Schrecksekunde: Nach dem Treffer zum 0:3 aus Sicht der Kasseler lag Innenverteidiger Lucas Albrecht auf einmal mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen. „Er ist aus vollem Tempo mit Einwirkung des Gegenspielers weggeknickt oder der Saarbrücker ist auf das Knie gefallen. Genau habe ich es nicht gesehen“, sagt Teammanager Steffen Friedrich. Albrecht musste raus. Eine MRT-Untersuchung am Montagmorgen gab dann aber zunächst Entwarnung. „Es sieht so aus, dass er nicht schlimmer verletzt ist. Wir müssen jetzt schauen, wie die Woche verläuft“, sagt Friedrich. Gegen Wolfsburg wird er aber nicht dabei sein.

Dabei sein werden Marco Dawid und Nael Najjer, die zuletzt angeschlagen waren. „Ich werde die beiden definitiv von Beginn an reinschmeißen“, sagt Trainer Tobias Cramer. Tim Brandners Einsatz sei noch nicht klar.

Die Vorfreude

Auch wenn das letzte Spiel erst am Sonntag stattfand, die Mannschaft freut sich. „Für die Trainingssteuerung ist das ein toller Test. Gegen einen Bundesligisten zu spielen, ist immer schön. Da können wir schauen, warum wir Regionalliga und die in der ersten Liga spielen“, sagt Cramer.

Der Rückblick

Zuletzt verliefen Duelle mit Teams aus der höchsten deutschen Spielklasse ziemlich gut für die Löwen. Vor zwei Jahren kam Hannover 96 in der ersten Runde des DFB-Pokals nach Kassel. Zwar verlor der KSV 0:2. Nicht wenige sagten aber hinterher, dass die Nordhessen das bessere Team gewesen seien.

Im vergangenen Sommer waren dann die Kölner zu Gast. Sicher, die Mannschaft stand nach der abgeschlossenen Saison kurz vor dem Urlaub. Trotzdem war der 5:3-Sieg so sicher nicht zu erwarten. Damals begann die Partie übrigens mit einer Protestaktion: Weil noch Gehaltszahlungen für die KSV-Spieler ausstanden, verharrten die Löwen in der ersten Minute regungslos auf dem Feld.

Damit genau so etwas nicht mehr passiert, findet nun das Spiel gegen die Wölfe statt. Ein Retterspiel. Der Erlös geht komplett an den KSV. Wer also heute ins Stadion kommt, der tut auch etwas für die Zukunft des Vereins.

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