Erstmal durchatmen

Klammer KSV Hessen: Finanzierung für dieses Jahr ist gesichert

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Positive Nachrichten rund um die Löwen: Der Vorstand des KSV Hessen Kassel vermeldete, dass die Finanzierung der laufenden Saison zunächst bis zur Winterpause gesichert ist.

Kassel. Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel hat die Finanzierung bis zur Winterpause bereits gesichert - und ist zuversichtlich, auch die komplette Saison zu überstehen.

„Die vielen Maßnahmen der letzten Wochen zeigen Erfolg“, sagt Vorstand Jens Rose. Einnahmen durch Sponsoren und Retteraktionen lassen die Löwen erst einmal durchatmen.

Sportlich herrscht auch nach dem 0:1 im Derby in Offenbach alles andere als Unzufriedenheit. Schließlich hatte es das Auftaktprogramm mit Spielen gegen Mannheim, Saarbrücken, den VfB Stuttgart und nun eben die Kickers richtig in sich. Offenbachs Trainer Oliver Reck lobte den Gegner am Sonntag: „Mir gefällt das richtig gut, wie Kassel das macht. Die Mannschaft kämpft um jeden Punkt.“ Später sagte er noch zu seinem Kollegen Tobias Cramer: „Ihr seid auf einem guten Weg.“

Was allerdings auch deutlich wird: Die Löwen haben ein echtes Problem - die personelle Knappheit auf der Position des Innenverteidigers, die sich auf das Gesamtgebilde auswirkt. Trainer Cramer wird immer wieder zu Umstellungen gezwungen. Nur zwei Innenverteidiger stehen im KSV-Kader: Lucas Albrecht und Niklas Künzel. Vier sind eigentlich wünschenswert. Zu Saisonbeginn sah Cramer bei Künzel Rückstände. Dann verletzte sich Albrecht. Sergej Evljushkin musste immer wieder hinten aushelfen. Er fühlt sich auf der Position aber ebenso nicht richtig wohl wie Sergej Schmik, der in Offenbach neben Künzel im Zentrum begann. Beiden fehlen zudem einige Zentimeter Körpergröße, so dass der KSV bei hohen Bällen anfällig ist. Der Siegtreffer für Offenbach fiel prompt durch einen Kopfball.

Weil Schmik nach innen gezogen wurde, spielte beim Derby Jan Erik Leinhos Rechtsverteidiger. Tobias Cramer macht damit deutlich: Ich vertraue den Jungen. Leinhos war diesmal aber „nicht in der Form, mit der er sich im Training aufgedrängt hat“, so der Trainer. Folge: In der Pause musste die Abwehrformation erneut verändert werden.

„Ich fühle mich natürlich wohl, weil ich endlich wieder spielen kann. Aber Lucas Albrecht fehlt uns sehr, weil er dem Team viel Sicherheit gibt. Ich hoffe, dass er schnell zurückkommt“, sagte Künzel. Und Offenbachs Torschütze Florian Treske meinte: „Als Kassel nach der Halbzeit umgestellt hatte, waren wir überhaupt nicht darauf vorbereitet. So gerieten wir kurzzeitig in Schwierigkeiten.“

Kein Wunder also, dass Cramer auf Nachbesserung hofft, die Augen offenhält. Jens Rose erklärt dann auch „dass der Etat eine Verpflichtung hergibt“. Aber eben auch: „Es muss absolut passen zum Team und zum System. Sonst machen wir das nicht.“

Hintergrund: Erklärung des KSV zu den Finanzen

„Nur acht Wochen nach Anmeldung der Insolvenz beim Amtsgericht Kassel kann der Vorstand des KSV Hessen Kassel die Finanzierung der laufenden Saison bis zur Winterpause als gesichert vermelden und ist zuversichtlich im Hinblick auf die Gesamtsaison. Maßgeblich hierfür sind die in den letzten Wochen abgeschlossenen und bereits unterschriebenen Sponsorenverträge, die aktuellen Vertragsverhandlungen, die Zusagen von Sponsoren, nach Beendigung der Insolvenz ihr Sponsoring noch einmal aufzustocken und die auf dem Treuhandkonto von Jens Rose eingegangenen Spenden. Hinzu kommen Einnahmen aus unterschiedlichen Aktionen, wie dem Stand auf dem Zissel, bei dem zahlreiche Fans mitgearbeitet haben, oder dem Löwentreff vor dem Stadion, dem Konzert zugunsten des KSV oder dem Retterspiel gegen den VfL Wolfsburg.“

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