Wer folgt auf Tobias Cramer? 

KSV Hessen Kassel: Alles offen in der Trainerfrage

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Wer wird es? Die Trainerfrage beim KSV Hessen ist ungeklärt. 

Erst der große Knall, dann lange nichts. Ende Februar hatte die HNA berichtet, dass Tobias Cramer, Trainer des KSV Hessen Kassel, den Verein am Saisonende verlassen muss. Seitdem ist es ruhig.

Der Klub hatte die Nachricht bestätigt. In einem anschließenden Gespräch mit drei Mitgliedern aus Vorstand und Aufsichtsrat hatten diese den Wunsch geäußert, Ende März einen Nachfolger zu präsentieren. Doch seitdem ist es ruhig. Wir geben einen Überblick über den Stand der Dinge, schauen auf mögliche Personalien und skizzieren drei unterschiedliche Szenarien.

Die Personalie Cramer: Der aktuelle Trainer der Löwen wäre gern geblieben. Cramer will aber auch Fußball-Lehrer werden. Derzeit ist er in der Auswahl für den kommenden Lehrgang. Die Gremien hatten sich für einen Vollzeit-Coach ausgesprochen und wollten nicht weiter mit Cramer arbeiten, wenn der durch die Ausbildung zeitlich eingeschränkt ist. So lautete die offizielle Begründung.

Tobias Cramer

Nun hat sich die Situation etwas verändert. Der Deutsche Fußball-Bund plant wohl, die Ausbildung zum Fußball-Lehrer zu reformieren. Sie dauert dann statt neun Monaten elf, dafür sollen die Trainer in der Woche häufiger bei ihrem Verein sein. Eine Voraussetzung soll zudem sein, dass die Teilnehmer auch einen Verein trainieren. Die Argumentation der Gremien ist dadurch zumindest teilweise entkräftet. Gibt es die Chance auf einen Wandel in Sachen Cramer? Bei den Fans ist er sehr beliebt. Das zeigten sie auch zuletzt wieder im Stadion mit einem Banner.

Die Gerüchte: Zusätzlich zu der Nachricht, dass Cramer die Löwen verlassen muss, hatte unsere Zeitung auch über einen möglichen Nachfolger berichtet: Mirko Dickhaut. Der 48-Jährige war Spieler und Trainer beim KSV. Nach Informationen unserer Zeitung war Dickhaut zu Gesprächen in Kassel, soll aber abgesagt haben, weil er auch Angebote als Co-Trainer in der zweiten Liga hat.

Mirko Dickhaut

Beim vergangenen Heimspiel waren in der KSV-Fankurve dann Banner zu sehen, auf denen es um Albrecht Striegel, ehemaliges Mitglied des Aufsichtsrates, und Ex-Trainer Matthias Hamann ging. In Worten: „Striegel verhindern!!! Rotlicht-Matze verhindern!!!“ Dass die beiden aktuell für einen Posten beim KSV in Frage kommen, scheint eher unwahrscheinlich. Vielmehr ging es den Fans wohl darum, dass der Verein nicht in alte Muster verfallen solle.

Matthias Hamann

Wer wird Trainer beim KSV Hessen? - drei Szenarien

Szenario I – Cramer bleibt:Die ungeklärte Personalie lässt Raum für Spekulationen. Ein mögliches Szenario wäre, dass Cramer doch bleibt. In welcher Funktion wäre offen. Vorstellbar ist auch, dass er Sportdirektor wird. Sicher ist: Steigt der KSV in die Regionalliga auf, hat Cramer wieder ein bis 2020 gültiges Arbeitspapier. Einen Auflösungsvertrag hat er nach Informationen unserer Zeitung nicht unterschrieben. Für die Gremien ginge es im Fall einer weiteren Zusammenarbeit wohl darum, eine Lösung zu finden, wie man den Sinneswandel kommuniziert, ohne zu viel Glaubwürdigkeit einzubüßen.

Szenario II – jung, wild, regional: Muss Cramer im Sommer doch gehen, bleibt die Frage nach einem Nachfolger. Will der Klub seinen Weg fortsetzen, könnte ein junger Trainer aus der Region kommen – der dann weiter darauf setzt, junge Spieler aus der Region zu verpflichten und zu entwickeln. Wie Cramer müsste man einem solchen Kandidaten aber die Zeit gewähren, sich auch selbst in die Rolle einzufinden.

Szenario III – erfahren und von außerhalb: Eine ganz andere Herangehensweise wäre diese: Es kommt ein erfahrener Trainer, vielleicht auch einer, der sich schon an einem anderen Ort einen Namen gemacht hat. Denkbar, blickt man auf die letzten Transfers. Doch ein solcher Kandidat hätte wohl einen schwereren Stand bei den Fans.

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