Schnellcheck

Nach dem Schock aufgedreht: KSV gewinnt 4:1 gegen Schott Mainz

Kassel. Ein Aufsteiger war zu Gast, drei Punkte natürlich der Wunsch – und die Löwen erfüllten ihn. Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel gewann sein Heimspiel gegen Schott mit 4:1 (1:0).

Allerdings war erst ein Schockmoment nötig, um die Löwen richtig bissig zu machen. Der Schnellcheck:

Warum begann die Partie deutlich später als angekündigt?

19.30 Uhr sollte es losgehen im Auestadion. Da allerdings war der Mainzer Bus gerade erst angekommen. Die Gäste hatten lange auf der Autobahn im Stau gestanden. Um Mainz genügend Zeit zum Aufwärmen einzuräumen, wurde der Anpfiff auf 20 Uhr verschoben.

Gab es Veränderungen in der Aufstellung der Löwen?

Es gab einige. Und sogar eine Überraschung. Trainer Tobias Cramer verzichtete auf Sebastian Szimayer. Für ihn spielte Brian Schwechel. Szimayer kam dann in der 68. Minute. Und wie! Aber dazu später. Gegenüber zum Sonntag in Offenbach mussten auch Jan Erik Leinhos und Nael Najjar ihren Platz in der Startaufstellung abgeben. Für sie rückten Adrian Bravo Sanchez und Steven Rakk ins Team.

Wie war das mit der Rückstands-Serie der KSV?

Vier Spiele hatten die Löwen in dieser Saison vorher absolviert – und jedes Mal hieß es 0:1. Aber der KSV kann auch anders. Allerdings: Er benötigte die Unterstützung des Gegners.

In der 11. Minute hat Schwechel den Ball an der rechten Seite, flankt scharf auf den ersten Pfosten – und da steht Schotts Innenverteidger Jonas Raltschitsch. Der bekommt den Ball an Brust und Arm, von da trudelt dieser ins Tor. Da ist es endlich, das erste Spiel ohne Rückstand.

Wie verlief das Spiel gegen den Aufsteiger?

Es war in doppelter Hinsicht anders als zuvor. Zum einen übernahmen die Löwen von Beginn an das Kommando, setzten die Mainzer unter Druck, gewannen Bälle im Mittelfeld. Zum anderen hatte der KSV schon in den ersten 45 Minuten viele Möglichkeiten, war allerdings nicht effektiv genug. Los ging es nach drei Minuten, als erst Schwechel, dann Sebastian Schmeer und schließlich Rakk versuchten, das Leder über die Linie zu drücken.

Nach der Führung gab viele weitere Chancen. Und Schott Mainz? KSV-Torwart Niklas Hartmann musste in Halbzeit eins nicht einmal eingreifen. Es dauerte auch nach dem Wechsel, bis die Gäste erstmals zu einem Torschuss kamen. Und dann – dann war der Ball sofort drin. In der 59. Minute arbeitete die Löwen-Defensive unkonzentriert, Edis Sinanovic nutzte den Platz zu einem Schuss aus 22 Metern, der Ball schlug am rechten Pfosten ein. 1:1 mit einem Torschuss. Bitter.

Aber ein Schock, der die Gastgeber richtig wild machte. Die drehten jetzt auf. Und sie wurden belohnt, wieder einmal durch eine Standardsituation. Sascha Korb zog den Ball beim Freistoß von der linken Seite vor das Tor, wo der Ball von einem Kopf verlängert wurde und in den Winkel flog. Wer es war, darüber herrschte Verwirrung. Wieder ein Eigentor? Oder doch Ingmar Merle? Wir einigen uns auf den Löwen.

Für die Krönung sorgte dann Szimayer. Eingewechselt, Fallrückzieher angesetzt, getroffen. 3:1. Kann man mal machen. Den Schlusspunkt setzte Schmeer, der Szimayers Schuss entscheidend abfälschte. Erstes Saisontor, 4:1-Endstand.

War der Sieg der Löwen verdient?

Kann man so sagen. Die Gastgeber mussten sich lange den Vorwurf machen, aus ihrer Überlegenheit nicht genug zu machen. Aber als das mit dem Ausgleich bestraft wurde, kam die bärenstarke Reaktion. Für Mainz galt: Zweimal aufs Tor schießen ist dann doch etwas wenig.

Der KSV Hessen gewinnt 4:1 gegen Aufsteiger Schott Mainz

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