Frühe Führung

KSV gewinnt in Elversberg 1:0

Raus mit der Freude: Kassels Mike Feigenspan (rechts) erzielt gegen Elversberg das Tor des Abends. Hier jubelt er mit Silvano Comvalius. Archivfoto:  Hedler

Kassel/Elversberg. Wer hätte das gedacht? Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel hat am Mittwochabend beim Tabellenzweiten SV Elversberg 1:0 gewonnen.

Rückzug des Hauptsponsors, Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden - na, und? Den Regionalliga-Fußballern des KSV Hessen Kassel haben die Turbulenzen rund um den Verein nichts anhaben können. Beim Tabellenzweiten SV Elversberg kam die Mannschaft von Trainer Matthias Mink am Mittwochabend zu einem 1:0 (1:0)-Sieg. Der Mann des Abends hieß Mike Feigenspan, der die Löwen mit seinem goldenen Treffer jubeln ließ.

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Aber was war das für ein Start, den die Löwen in der Arena an der Kaiserlinde hinlegten? Und so einfach kann das manchmal gehen: Langer Ball in die Hälfte der Gastgeber, Missverständnis in der Elversberger Deckung, Feigenspan ist zur Stelle und platziert den Ball unhaltbar für Torwart Daniel Batz ins lange Eck. 1:0 für den KSV nach gerade einmal vier Minuten. Auftakt nach Maß heißt so etwas im Fußball-Jargon.

Kurios: In der vergangenen Saison erzielte der 20-Jährige seine ersten beiden Regionalliga-Tore überhaupt für den KSV - und das war wo? Genau: Im Stadion an der Kaiserlinde. „Ich finde Elversberg klasse“, sagte ein glücklicher Feigenspan nach der Partie. Die Mannschaft liegt ihm ganz offensichtlich.

Und diese frühe Führung spielte natürlich den Nordhessen in die Karten. Die Mannschaft von Trainer Mink stand gut und ließ im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit wenig zu. Das Team des ehemaligen Bundesliga-Profis Michael Wiesinger hingegen agierte hektisch und fand kein Rezept gegen die gut postierten Löwen. Nach der Derby-Niederlage gegen den 1. FC Saarbrücken hatte sich der Tabellenzweite besonders viel vorgenommen. Der frühe Rückstand jedoch sorgte erst mal für Verunsicherung bei den Elversbergern.

Weil der KSV zum einen das Kombinationsspiel der SVE glänzend unterband und zum anderen selbst kaum Akzente in der Offensive setzte, entwickelte sich ein Spiel, in dem Strafraumszenen zu echten Raritäten zählten. Erst nach einer guten halben Stunde tauchten die Gastgeber zum ersten Mal gefährlich vor dem Tor von KSV-Keeper Kevin Rauhut auf. Torjäger Mijo Tunjic leitete diesen Angriff ein, Aaron Berzel flankte präzise, aber Tunjic setzte den Ball hauchdünn daneben (35. Minute). Das blieb dann aber die einzig nennenswerte Aktion der Elversberger bis zur Pause.

Aber auch nach dem Wechsel taten sich die Gastgeber schwer. Sie rannten an, sie drückten, doch die Löwen-Abwehr machte der SVE das Leben schwer. „Die erste Halbzeit war offen, in der zweiten haben wir super verteidigt“, sagte Feigenspan. Und so zeigte sich abermals, dass der KSV gegen Teams, die selbst das Spiel machen wollen, besser zurechtkommt.

Von Heiko Lehmann

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