Trainer Mink hat mehr denn je Qual der Wahl

KSV Hessen: Die Jungen drängen nach vorn

Kassel. Etwas mehr als zwei Wochen sind es noch, dann nimmt Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel den Pflichtspielbetrieb wieder auf: Ende Februar geht es nach Worms.

Die Vorbereitung für die Restrückrunde läuft nahezu optimal. Beim 5:0 im Test gegen den Hessenligisten OSC Vellmar spielte die Mannschaft von Trainer Matthias Mink über weite Strecken sehr ansprechenden und kombinationssicheren Fußball. Dabei pausierten einige Stammkräfte aus der Vorrunde.

Aber was heißt überhaupt Stammkräfte? In der Wintervorbereitung zeichnet sich nämlich mehr und mehr ab, was sich zu Saisonbeginn schon andeutete: dass der KSV über ein sehr ausgeglichenes Team verfügt. Das erfreut den Trainer zum einen, zum anderen erschwert es ihm die Entscheidungen, wer denn nun auflaufen soll, wenn es ernst wird.

Mike Feigenspan

Die Auswahl wird eher breiter als schmaler: Nahezu alle Spieler sind fit, und die Jüngeren drängen nach vorn: Der 19-jährige Mike Feigenspan erhielt schon vor der Winterpause ein paar Gelegenheiten, sich zu zeigen. Der 20 Jahre alte Marco Dawid, der einst unter Uwe Wolf schon Regionalligaerfahrung sammelte, trumpfte in dieser Saison bisher nur in der KSV-Reserve auf.

Beide scheinen beste Chancen zu haben, eine gute Rolle in den verbleibenden Ligabegegnungen zu spielen. Zumal die Partien auch eine Art Schaulaufen für die kommende Saison sind. Dann wollen die Löwen, derzeit jenseits von Gut und Böse, wieder weiter vorn mitmischen. Wer nun überdurchschnittlich spielt, empfiehlt sich für dieses Unterfangen.

Marco Dawid

Trainer Mink sieht Feigenspan und Dawid auf einem guten Weg, macht aber gleichzeitig noch Defizite aus. Bei Feigenspan vermisst er die letzte Konsequenz im Torabschluss. Dawid dagegen müsse noch lernen, seine Energie richtig einzusetzen: Manche der vielen Laufwege, die er gerade bei der Balleroberung bewältigt, führen noch ins Nichts.

Trotzdem: Mit beiden ist zu rechnen. Sie sorgen mit dafür, dass der KSV im Jahr 2015 sehr variabel daherkommt – und: dass er unberechenbar ist. Auch das zeigten die Tests: Kaum ein Spieler verharrt auf seiner Position. Permanente Wechsel gehören mittlerweile zum KSV-Spiel. Fotos: Fischer/nh

Von Florian Hagemann

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