Große Unterstützung vor Saisonfinale

Bangen um den KSV: Löwen kämpfen heute gegen den Abstieg

Kassel. Bibbern, bangen und hoffen – das Zittern um die Löwen erreicht heute seinen vorläufigen Höhepunkt: Wenn es schlecht läuft, endet für den KSV Hessen am Nachmittag das Kapitel Regionalliga.

Und zwar mit dem Abstieg in die Hessenliga – nach zwölf Jahren. Dabei richtet sich der Blick in das heimische Auestadion. Ab 14 Uhr geht es für den KSV dort am letzten Spieltag der Saison gegen Stadtallendorf. Bei einer Niederlage droht der Abstieg. Bei einem Unentschieden oder Sieg bestünde dagegen sicher noch die Chance, die Klasse zu erhalten. Ob das dann tatsächlich geschieht, hängt im weiteren Verlauf vom Ausgang der Playoffspiele des 1. FC Saarbrücken und von Waldhof Mannheim in die Dritte Liga ab.

Die besonders dramatische Lage im sportlichen Wettbewerb hat bereits in den vergangenen Wochen zu deutlich gesteigertem Interesse am KSV geführt. Das hat auch Sven Bertel vom Fan-Point Kassel ausgemacht: „Wir verkaufen wieder wesentlich mehr Tickets; und die Grundstimmung ist eine positivere.“

In der Not halten die Löwen zusammen. Die Menschen erkennen an, dass sich die Mannschaft von Trainer Tobias Cramer trotz des Abzugs von neun Punkten zu Saisonbeginn wegen der Einleitung eines Insolvenzverfahrens und trotz einer noch vor ein paar Wochen schier aussichtslosen Situation wieder herangekämpft hat – und das mit teils sehenswertem Fußball. Bertel rechnet heute mit 4500 bis 5000 Zuschauern. Schon zum letzten Auswärtsspiel des KSV hatten 600 Anhänger die Löwen nach Koblenz begleitet.

Es heißt, den Sturz in die Fünftklassigkeit zu vermeiden. „Ein Abstieg wäre fatal“, sagt Rolf Hocke aus Wabern, Ehrenpräsident des Hessischen Fußballverbandes. Er bezieht seine Aussage auch auf die Jugendarbeit und die Weiterentwicklung des Fußballs in der Region. „Eine Stadt von 200 000 Einwohnern braucht einfach einen Fußballverein mit Strahlkraft.“

Zum letzten Spiel sind alle einsatzbereit

Vor dem heutigen Saisonfinale in der Fußball-Regionalliga Südwest brennt der KSV Hessen Kassel auf einen Sieg im letzten Spiel. „Wir werden noch einmal alles reinschmeißen,“ sagt Trainer Tobias Cramer. Die Partie gegen Eintracht Stadtallendorf wird um 14 Uhr im Auestadion angepfiffen. Die Gastgeber können dabei auf ihren kompletten Kader zurückgreifen. Alle Spieler sind einsatzbereit, obwohl die Terminhatz der vergangenen Wochen sichtbar an die Kraftreserven gegangen ist.

Gegen Stadtallendorf wollen die Löwen aber noch einmal alles mobilisieren, um die Hoffnung auf den Klassenerhalt zu erhalten. Den hat der heutige Gast bereits geschafft. Nach dem 1:0 zuletzt gegen Ulm kann der Aufsteiger nicht mehr absteigen

Rubriklistenbild: © Hedler

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