Kasseler konnten nur eine Halbzeit lang etwas entgegnen

Hoffenheim II spielt mit Bundesliga-Profis und fegt mit 5:1 über den KSV hinweg

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Sinsheim. Irgendwie ist Fußball immer wieder merkwürdig – und deshalb auch faszinierend. Die Regionalliga-Fußballer des KSV Hessen Kassel waren in den zurückliegenden Wochen gut drauf, während die Talente der TSG Hoffenheim nach drei Niederlagen in Serie auf der Suche nach der eigenen Form waren.

Die Ausgangslage schien klar, und doch gab es dann ein ganz anderes Spiel. Die U23 der Hoffenheimer fegte im zweiten Durchgang über den KSV hinweg, siegte deutlich mit 5:1 (1:1) und verteidigte damit den fünften Tabellenplatz im Duell mit dem Nachbarn im Klassement.

Ganz so überraschend waren die Kräfteverhältnisse auf dem Rasen bei genauerer Betrachtung freilich nicht, denn bei den Hoffenheimern standen mit Pavel Kaderabek ein tschechischer Nationalspieler und mit Lukas Rupp ein etablierter Bundesliga-Profi auf dem Platz. Mit Philipp Ochs und Gregor Kobel konnte TSG-Coach Marco Wildersinn zwei weitere Akteure aus dem Bundesliga-Kader der Hoffenheimer aufbieten. Der KSV hatte also Pech, dass Kaderabek und Rupp nach Verletzungen Spielpraxis in der eigenen Reserve sammeln sollten und das Niveau des Gegenübers dadurch merklich anhoben.

Bemerkenswert war deshalb, wie sich Kassel in der ersten Halbzeit zur Wehr setzte und der TSG eine offene Partie lieferte. Kaderabek hatte früh für das 1:0 der TSG gesorgt, doch Sebastian Schmeer gelang nach einer halben Stunde der verdiente 1:1-Ausgleich. Nach einem Konter traf der KSV-Stürmer mit einem Schuss von der Strafraumgrenze. Das Remis zur Pause hatten sich die Hessen mit viel Einsatz und einer guten taktischen Ausrichtung verdient.

Nach dem Seitenwechsel sollte es dann aber über den KSV hineinbrechen. „Wir haben die Gegentore zu einfach bekommen, das darf uns nicht passieren“, monierte Tobias Cramer. Der Trainer konnte mit der Vorstellung seiner Mannschaft über weite Teile der Partie zufrieden sein, auch wenn das Resultat das nicht widerspiegelte.

Möglicherweise wäre das Spiel völlig anders verlaufen, wenn Schmeer unmittelbar nach dem 2:1 der Hoffenheimer durch Rupp (53.) die große Chance zum 2:2 genutzt hätte. Fußball ist aber kein Spiel des Konjunktives, so dass die TSG durch das 3:1 von Ochs in der 59. Minute früh eine Entscheidung herbeiführte. Mit dem sicheren Vorsprung im Rücken spielten die Hoffenheimer anschließend ihre spielerische Überlegenheit aus und der emsige Joshua Mees sorgte mit seinen zwei Treffern (71., 80.) dafür, dass das Endergebnis den Spielverlauf nur unzureichend wiedergab. An der Niederlage als solcher gab es aus Sicht des KSV am Ende allerdings nichts zu kritteln, sie war verdient.

TSG Hoffenheim II: Kobel – Kaderabek (63. Dehm), Posch, Lorenz, Rossipal – Szarka – Ochs, Rupp (69. Ikpide), Waack – Owusu (81. Klauss), Mees.

KSV Hessen Kassel: Hartmann – Schmik, Albrecht, Giese, Lorenzoni (72. Sattorov) – Evljuskin - Brill, Bravo Sanchez (63. Boukhoutta), Korb – Damm, Schmeer.

Tore: 1:0 Kaderabek (9.), 1:1 Schmeer (30.), 2:1 Rupp (53.), 3:1 Ochs (59.), 4:1 Mees (71.), 5:1 Mees (80.). 

Gelbe Karten: Szarka, Posch – Korb 

Schiedsrichter: Bergmann (Erbach) 

Zuschauer: 210.

KSV mit bisher höchster Saisonniederlage: 1:5 in Hoffenheim

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