Ehemaliger St. Pauli-Spieler

KSV verpflichtet Morike Sako

Kassel. Seit knapp drei Wochen ist Morike Sako als Neuzugang des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel im Gespräch. Am Abend nun wurde Vollzug gemeldet: Die Löwen haben den 2,02 Meter großen Stürmer mit Zweitliga-Erfahrung unter Vertrag genommen.

Der 31-Jährige hat zunächst für ein Jahr bei den Löwen unterschrieben, wie KSV-Vorstand Jens Rose bestätigte. Sako hat damit auch die Gehaltsvorstellungen des Vereins akzeptiert. Nach Informationen unserer Zeitung soll der Neuzugang nicht mehr verdienen als die anderen Spieler.

Ob der Franzose, der sich vor allem beim FC St. Pauli einen Namen gemacht hat, schon im Heimspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach am Samstag mitwirkt (Anpfiff: 14 Uhr), wird sich allerdings erst am Freitag herausstellen. Noch liegt nämlich keine Spielgenehmigung für den Stürmer vor. Die soll heute noch beim Deutschen Fußball-Bund eingeholt werden.

Für den Fall, dass alles klar geht, hat Sako bereits eine Garantie des Trainers, dass er gegen den Tabellenzweiten aus Großaspach auch von Beginn an mitwirkt – trotz langer Wettkampfpause. Jörn Großkopf, der Sako aus gemeinsamen Zeiten beim FC St. Pauli kennt, sagt: „Wir haben ihn nicht geholt, um ihn auf die Bank zu setzen.“

Mit Sako bieten sich dem Trainer nun neue Möglichkeiten. Der Neuzugang ist zwar in seiner Karriere vornehmlich als Stürmer in Erscheinung getreten, allerdings kann er auch in der Innenverteidigung eingesetzt werden. Da die personelle Situation bei den Löwen derzeit nicht gerade rosig ist, käme Sakos Teilnahme gerade recht. Zwar kehrt gegen die SG Sonnenhof mit Max Sauer ein Spieler nach Verletzung zurück ins Team, dagegen fällt Florian Nagel definitiv aus. Und: Innenverteidiger Stefan Müller ist nach einem Pferdekuss ebenso angeschlagen wie Mittelfeldspieler Andreas Mayer, dem ein angebrochener Zeh zu schaffen macht.

Sako könnte also entweder die Offensive verstärken oder – im Fall der Fälle – Müller in der Vierer-Abwehrkette ersetzen. Das wird sich kurzfristig entscheiden. Nicht ausgeschlossen ist auch, dass Großkopf nun sein System ändert, und mit Morike Sako und Christian Henel im Angriff zwei heiße Wochen angeht: Nach der Partie gegen Großaspach gastiert am Mittwoch die Reserve von Eintracht Frankfurt im Auestadion. Am Samstag darauf geht es zum Tabellenführer nach Mainz, schließlich steht am 2. Oktober das Heimspiel gegen die Zweite der TSG Hoffenheim an.

Vier Spiele in elf Tagen – Trainer Großkopf spricht von richtungsweisenden Wochen. Sako soll helfen, die Löwen noch dichter an die Tabellenspitze zu bringen. Er weiß, was auf ihn zukommt: Er, der zuletzt vereinslos war, trainierte zuletzt des Öfteren mit dem Team. (hag)

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