KSV Hessen: Mutig zum Sieg gegen Mainz?

Spielt jetzt in Steinbach: Tim Welker.

Kassel. Noch stehen fünf Minuspunkte für den KSV Hessen Kassel in der Fußball-Regionalliga Südwest zu Buche. Heute Abend heißt es, weitere drei Zähler gutzumachen.

Nach vier schweren Spielen zum Auftakt gastiert ab 19.30 Uhr Aufsteiger Schott Mainz im Auestadion. Der Neuling holte am vergangenen Wochenende seinen ersten Punkt beim 1:1 gegen Ulm, die Löwen verloren das Hessenderby in Offenbach mit 0:1. Was heute wichtig ist:

Die Sache mit dem Druck: Muss der KSV diesmal mit umgehen können. Die Ausgangslage ist anders als in den Spielen zuvor. Da war der KSV Außenseiter. Und auch nicht die Mannschaft, die das Spiel machen musste. Gegen den Aufsteiger heißt es aber: Drei Punkte müssen her für die Gastgeber, die sich wohl auf einen tief stehenden Gegner einrichten müssen. „Ich habe die Mainzer einmal gesehen, da haben sie sehr mutig gespielt. Hier erwarte ich aber eine Mannschaft, die über schnelles Umschalten zum Erfolg kommen will“, sagt Tobias Cramer. Der Trainer ist überzeugt von einem mutigen Auftritt seiner Mannschaft und sagt: „Wir werden uns offensiv etwas einfallen lassen.“

Die Sache mit der Innenverteidigung I: Die Vierer-Abwehr wird wohl so aussehen, wie in der zweiten Halbzeit in Offenbach – also mit Sergey Evljuskin innen und Sergej Schmik auf der rechten Seite. Lucas Albrecht wird mit seiner Knieverletzung auch heute und am Sonntag in Hoffenheim fehlen. Das bestätigte Cramer nach dem Abschlusstraining.

Spielt jetzt in Steinbach: Tim Welker.

Die Sache mit der Innenverteidigung II: Lange hatte er beim KSV an seiner Rückkehr gearbeitet. Eineinhalb Jahre fehlte Tim Welker wegen einer Knieverletzung. In der Anfangsphase der Vorbereitung trainierte der Innenverteidiger noch mit. Dann kam die Trennung. Und nun? Nun bekommt der 23-Jährige einen Vertrag beim TSV Steinbach, dem Klub von EX-KSV-Trainer Matthias Mink. Der hatte schon am Rande des Löwen-Spiels gegen Stuttgart erklärt: „Ich sehe gute Chancen für Tim. Er hat fußballerisch eine hohe Qualität.“ Warum es beim KSV nicht klappte? Tobias Cramer hat eine nachvollziehbare Erklärung: „Angesichts unserer finanziellen Lage war eine Weiterverpflichtung zu unsicher.“

Die Sache mit Schott: An dieser Stelle sei ein kleines Wortspiel erlaubt. Denn was müssen die Löwen heute gegen Schott Mainz machen? Genau, die Schotten dicht. Aber ganz so einfach ist es nicht, denn der Sponsor, den der TSV Mainz im Namen trägt, hat nicht etwa was mit Seefahrt zu tun. Finanziell, personell und organisatorisch unterstützt wird der 4600 Mitglieder starke Verein von der Schott AG, einem der weltgrößten Produzenten von Glasartikeln. Am erfolgreichsten ist übrigens die Schachabteilung, die sowohl bei den Damen als auch bei den Herren zu den Gründungsmitgliedern der Bundesligen zählt.

Die Sache mit dem Retterkonzert: Das wird am 29. September im Kongress Palais stattfinden. Karten dafür gibt es heute am Kassenhaus vor dem Stadion sowie im Internet unter kasselkonzert.tickettoaster.de, in der Geschäftsstelle des KSV Hessen Kassel, im Fan Point am Friedrichsplatz und beim HNA-Kartenservice. Sitzplatztickets kosten 44 Euro, Stehplätze 37 Euro. Neben den Top-Acts des Abends mit Laith Al-Deen und Glasperlenspiel wird es einen Bühnenmarathon mit zahlreichen lokalen Bands geben. Fest zugesagt haben Dark Vatter, Ben Black, Rocktail, Lost Lyrics und Jon Aaron. Alle Überschüsse werden dem KSV als Sponsoringleistung zur Verfügung stehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.