KSV Hessen im Pokal gegen Stadtallendorf: Wunden lecken, weitermachen

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Weiter geht’s: KSV-Trainer Tobias Cramer (links) hilft seinem Innenverteidiger Lucas Albrecht auf. 

Kassel. Die Tabelle der Regionalliga Südwest zeigt es zwar nicht, aber der KSV Hessen Kassel gegen Eintracht Stadtallendorf - das ist ein Duell auf Augenhöhe.

Und irgendwie zeigt es die Tabelle ja doch. Unter dieser wird schließlich immer auf die neun Punkte Abzug für die Löwen hingewiesen. Mit diesen Zählern wäre der KSV Zwölfter (17 Punkte), Stadtallendorf ist Elfter (18). Selbst die Tordifferenz ist fast identisch. Das ist heute Abend ab 18.30 Uhr aber alles egal. Denn dann treffen die beiden Teams im Herrenwaldstadion in Stadtallendorf im Achtelfinale des Fußball-Hessenpokals aufeinander.

Für die Löwen heißt es, die Wunden nach der ärgerlichen 3:4-Heimniederlage vom Wochenende gegen Mainz II zu lecken - und dann weiterzumachen. Denn die Offensivleistung stimmt. Defensiv muss der KSV nach zuletzt sieben Gegentreffern aus zwei Partien aber etwas ändern. Sicherheit statt Spektakel ist angesagt.

„Wir haben nach einem Tag Regeneration taktisch noch einmal was gemacht, aber nicht extra für die Defensive trainiert“, sagt Trainer Tobias Cramer. „Wir fangen uns die Tore nicht, weil wir zu wenige oder schlechte Innenverteidiger haben. Wir fangen sie uns, weil wir unsere Gegner ins Umschaltspiel kommen lassen. Das ist das Problem, wenn man hohes Pressing spielt“, erklärt er.

„Wir stehen dann nicht kompakt. Wenn wir kompakt stehen, dann haben wir noch nie ein Gegentor kassiert“, sagt Cramer. Deswegen möchte er von seinem Team in den kommenden Spielen wieder mehr Struktur. „Wir brauchen unsere Wildheit in manchen Momenten, aber manchmal ist es dann auch zu viel“, sagt Cramer.

Weil nach dem Pokalderby am Samstag ab 13 Uhr gleich das Hessenderby gegen den FSV Frankfurt ansteht, kündigt Cramer an, auf ein oder zwei Positionen rotieren zu wollen. Klar ist, dass Ingmar Merle nicht spielen wird. „Er ist krank und muss noch Antibiotika nehmen“, sagt der Trainer. Ansonsten sind aber alle fit.

Das Achtelfinale im Hessenpokal nehmen aber alle ernst - schließlich winkt bei einem Finalsieg die Chance, im DFB-Pokal zu starten. „Wir wollen Hessenpokal-Sieger werden. Das wollte ich letztes Jahr auch“, sagt Cramer. 2016 waren die Löwen bereits im Achtelfinale am FSC Lohfelden gescheitert (1:2).

So könnten sie spielen: Hartmann - Schmik, Albrecht, Künzel, Rakk - Brill - Evljuskin, Bravo Sanchez, Schwechel, Korb - Schmeer

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