Heute ab 18.30 Uhr im Auestadion

Außenseiter gegen Wehen Wiesbaden: Schafft der KSV Hessen das Pokalwunder?

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Los Jungs, haut sie weg: Die KSV-Spieler (von links) Laurin Unzicker, Jon Mogge, Ioannis Mitrou, Jan-Philipp Häuser und Maik Baumgarten klatschen beim Spiel gegen Barockstadt mit den Einlaufkindern ab. 

Sie sind der klare Außenseiter. Und vielleicht ist gerade das gut für die Spieler des Fußball-Hessenligisten KSV Hessen Kassel vor dem Duell mit dem Drittligisten SV Wehen Wiesbaden.

Wenn die Löwen heute Abend ab 18.30 Uhr im Auestadion im Viertelfinale des Hessenpokals gegen den Drittligisten Wehen Wiesbaden antreten, dann erwartet niemand einen Sieg (wir berichten vom Spiel live im Ticker). Wir haben fünf Gründe gefunden, warum die Überraschung dennoch gelingt.

1. Weil der KSV das letzte Pokalheimspiel 2013 verloren hat: Seit mehr als fünf Jahren sind die Löwen im Hessenpokal zuhause ungeschlagen. Ausgeschieden sind sie wenn dann auswärts: Im November 2013 im Viertelfinale in Offenbach (1:2), 2016 im Halbfinale in Offenbach (7:8 nach Elfmeterschießen), im September 2016 im Achtelfinale in Lohfelden (1:2) und am 21. Mai dieses Jahres verloren sie das Finale gegen den TSV Steinbach in Stadtallendorf (0:2). Die letzte Heimniederlage datiert vom 16. Mai 2013 – damals im Halbfinale gegen eben Wehen Wiesbaden. Wer mehr als fünf Jahre im eigenen Stadion in diesem Wettbewerb ungeschlagen ist, der muss sich aber keine Sorgen machen.

Übrigens: Das Tor damals erzielte Maciej Zieba in der 60. Minute. Beim KSV stand Sebastian Schmeer in der Startaufstellung, Marco Dawid wurde in der 88. Minute eingewechselt und der Aufsichtsratsvorsitzende Enrico Gaede stand von Beginn an im defensiven Mittelfeld auf dem Platz.

2. Weil dem KSV die Rolle als Außenseiter besser liegt: In der Hessenliga sind die Löwen mittlerweile in fast jedem Spiel Favorit – und tun sich in dieser Rolle immer noch schwer. Die besten Partien im vergangenen Jahr in der Regionalliga waren meistens die gegen die Spitzenmannschaften. Wenn der KSV abwarten und kontern konnte, hat er sich wohlgefühlt. Die Partien gegen andere Abstiegskandidaten waren dagegen immer schwierig. Selbst das Spiel zu machen, fiel den Löwen schwer. In dieser Saison hat sich das zwar etwas gebessert. Allerdings sind Spielkontrolle und Kombinationsfußball immer noch nicht die Stärke des KSV. Gegen Wiesbaden wird er das als Außenseiter aber auch nicht machen müssen. Er kann Wehen das Spiel überlassen und mal wieder ohne Druck antreten. Davon gibt’s in der Hessenliga genug.

3. Weil der KSV noch eine Rechnung mit Wiesbaden offen hat: Zugegeben, das ist jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben. Aber hätte der Drittligist im vergangenen Jahr sein Pokalhalbfinale gegen Steinbach gewonnen, dann hätte den Löwen schon der Einzug ins Finale zur Qualifikation für den DFB-Pokal gereicht. Auch weil Wehen die Partie aber nicht mehr so ernst nahm und nicht alle Stammspieler aufs Feld schickte, gewann am Ende Steinbach den Pokal – und nichts war’s mit einem großen Los für den KSV.

4. Weil noch immer genug Spieler dabei sind, die wissen, wie man Wehen schlägt: In Ingmar Merle stand ein aktueller Spieler des KSV auch 2015 im Halbfinale gegen Wehen (1:0) in der Startformation. Sebastian Schmeer und Sergej Evljuskin wurden eingewechselt. Marco Dawid, Tobias Damm, Enrico Gaede und Steffen Friedrich waren auch dabei. Es ist also genug Siegeswissen vorhanden. Auch wenn es bis zur Verlängerung dauert.

5. Weil der KSV in diesem Jahr zuhause ungeschlagen ist: Im kompletten Jahr 2018 haben die Löwen zuhause nicht verloren. Das darf so bleiben.

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