Schmik, Szimayer und Dawid drehten die Partie

KSV Hessen siegt gegen Hoffenheim und steht im Plus

Die Minuspunkte getilgt: Freude bei KSV-Coach Tobias Cramer (links) Co-Trainer Tobias Damm. nach dem 3:1-Erfolg gegen Hoffenheim II stehen die Löwen bei einem Punkt und sind nicht mehr Letzter. Foto:  Hedler

Kassel. Es ist geschafft: Nach sechs Spielen in der Fußball-Regionalliga hat der KSV Hessen Kassel seine neun Minuspunkte getilgt und steht nun bei Plus eins.

Artikel wurde aktualisiert um 18 Uhr - Um kurz vor vier am Sonntag stand es dann fest: Der KSV Hessen Kassel hat keine Minuspunkte mehr. Und: Der Fußball-Regionalligist gab auch den letzten Tabellenplatz durch den 3:1 (2:1)-Sieg bei der Reserve der TSG Hoffenheim ab. Nach frühem Rückstand drehten Sergej Schmik, Sebastian Szimayer und Marco Dawid die Partie.

„Das war eine saubere englische Woche“, sagt Teammanager Steffen Friedrich. „Sechs Punkte aus zwei Spielen – die Mannschaft bekommt jetzt den Montag frei. Ab Dienstag bereiten wir uns auf Steinbach am kommenden Samstag vor.“

Dabei war es zunächst wie so oft in dieser Saison für die Löwen losgegangen – mit einem 0:1-Rückstand. Dass das die Mannschaft von Trainer Tobias Cramer nicht mehr schocken kann, haben die vorherigen Partien gezeigt. So war es erneut. Das 0:1 durch Aron Viventi (7.) konterte Sergej Schmik postwendend. Ingmar Merle bringt eine Flanke auf den zweiten Pfosten. Dort wartet Schmik und schließt volley ins kurze Eck ab.

„Wenn man sieht, gegen welche Mannschaften wir schon gespielt haben, dann ist es sensationell, dass wir die Minuspunkte jetzt schon ausgeglichen haben“, sagt Co-Trainer Tobias Damm. „Alle marschieren über 90 Minuten, unterstützen sich gegenseitig.“ Und das bei schwierigen Bedingungen im Sinsheimer Dietmar-Hopp-Stadion. „Es war extrem drückend, sehr schwül. Schwierig für alle auf dem Platz“, sagt Friedrich.

Noch vor der Pause gehen die Nordhessen in Führung. Die Löwen gewinnen den Ball im Mittelfeld. Sascha Korb bekommt ihn auf der linken Seite, zieht nach innen und steckt perfekt durch auf Sebastian Szimayer, der an diesem Tag den Vorzug vor Sebastian Schmeer bekommen hatte. Der 27-Jährige schiebt zum 2:1 ein.

Die zweite Halbzeit wird zum Kraftakt für den KSV. „Da haben wir dann ein bisschen Glück gehabt. Hoffenheim hat Druck gemacht, einen Freistoß an die Latte geschossen“, sagt Friedrich. „Aber wir haben gezeigt, was uns stark macht – Emotionen und Aggressivität.“

Erst mal müssen die Löwen aber den Ausfall von Innenverteidiger Niklas Künzel verdauen. Der hatte nach 20 Minuten einen Ellenbogen an die Schläfe bekommen, aber durchgehalten – bis zur 56. Minute. Da ging es nicht mehr weiter und Marco Dawid kam für ihn aufs Feld. Schmik rückte in die Innenverteidigung.

Doch auch so hält die Abwehr bis zum Schluss stand. Und in der Nachspielzeit ist es schließlich der eingewechselte Dawid, der endgültig alles klarmacht. Mit dem Abpfiff überwindet er Hoffenheims Torwart Dominik Draband und erzielt den Endstand.

„Es ist für den Kopf sehr schön, wenn man auf die Tabelle guckt und sieht, dass wir im Plus sind“, sagt Friedrich. Aber er schränkt natürlich auch ein: „Wir haben noch einen ganz langen Weg vor uns.“ Der beginnt jetzt erst so richtig.

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