Nach frühem Platzverweis holen Löwen nach 2:0 einen Punkt

KSV Hessen spielt in Steinbach 2:2 – Beckers Rot kippt die Partie

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Sehenswerter Treffer: Kassels Mike Feigenspan (rechts) bringt hier den KSV nach einer schöner Flanke in Führung. Steinbachs Timo Kunert kommt zu spät.

Steinbach. Ein früher Platzverweis gegen Kapitän Tobias Becker hat Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel den Weg zu einem durchaus möglichen Auswärtssieg zum Jahresauftakt verbaut.

Beim TSV Steinbach hatten die Löwen durch einen Doppelschlag von Mike Feigenspan schnell 2:0 geführt. Nach der Roten Karte in der 29. Minute mussten sich die Gäste aber mit einem 2:2 (2:1) zufrieden geben.

Das Spiel hatte mit etwas Anlauf furios begonnen für die Löwen. 15 Minute lang beschränkten sich die Gäste darauf, sicher zu stehen, den Gastgebern den Anfangsschwung zu nehmen – dann schlugen sie zu. Und wie! Innerhalb von zwei Minuten brachte Feigenspan den KSV mit 2:0 in Führung. Und das waren richtig gut herausgespielte Tore in der 18. und 20. Minute. Beim 1:0 leitete Tobias Damm einen langen Ball aus der eigenen Hälfte mit dem Kopf auf Sergej Schmik weiter. Der Außenverteidiger legte zurück auf Benjamin Girth. Dessen Flanke landete bei Feigenspan, der nur noch einschieben musste. Beim 2:0 war es dann die Schnelligkeit des Stürmers, die den Erfolg brachte. Dennis Lemke steckte den Ball durch, die Gastgeber spielten auf Abseits, doch Feigenspan startete genau richtig, marschierte frei auf das Tor zu und behielt die Nerven.

Nach diesem Doppelschlag hatten die Löwen alles im Griff – bis zu dieser bitteren Szene in der 29. Minute. Da zog Sargus Adamyan über die rechte Seite pfeilschnell in den Strafraum. Tobias Becker grätschte, Adamyan fiel, Schiedsrichter Marcel Göpferich entschied auf Elfmeter. Und noch schlimmer: Für die Notbremse sah der KSV-Kapitän die Rote Karte. Becker protestierte wütend, stapfte frustriert in die Kabine.

Den Gastgebern war das natürlich egal. Nikola Trkulja verwandelte zum 1:2. Und noch vor der Pause wäre fast der Ausgleich gefallen. Innenverteidiger Henrik Giese rettete bei einem Kopfball von Jure Colak aber auf der Linie (44.).

Was die Löwen gut machten: Sie standen auch in Unterzahl nicht nur hinten drin. Schon vor dem Wechsel sorgten Girth und Lemke mit Distanzschüssen für Gefahr. Und in der zweiten Halbzeit hatte Tobias Damm bei einem Konter nach Feigenspans Vorarbeit das 3:1 auf dem Fuß, scheiterte aber an Torhüter Frederic Löhe (59.).

Das wurde ganz schnell böse bestraft. Eine Minute später kamen die Gastgeber zum Ausgleich. Nach einer abgewehrten Ecke landete der Ball an der Strafraumgrenze, wo erneut Trkulja abzog. Niklas Hartmann hatte gegen den harten Schuss keine Abwehrchance, reklamierte aber heftig Abseits, weil ihm durch Steinbacher Spieler die Sicht versperrt war.

Fast wäre es auch noch schimmer gekommen, doch in der 74. Minute hatten die Gäste aus Nordhessen Glück, als Lemke eine Flanke von Jovanovic abfälschte, das Leder an der Latte landete.

So blieb dem KSV wenigstens die Höchststrafe erspart. In Unterzahl sicherte er einen Punkt – und hatte nach Feigenspans frühem Doppelschlag doch eigentlich schon mehr vor Augen.

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