KSV holt 0:2 auf und startet mit 2:2 gegen Offenbach in Regionalliga-Saison

Schnellcheck zum Spiel: Bektasi beschenkt die Löwen

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Hasan Pepic (links) und Shqipon Bektasi  vom KSV Hessen Kassel

Kassel. Welch eine Schlussphase im Auestadion: Es sah schon nach einer Niederlage für den KSV Hessen zum Start in die Regionalliga Südwest aus, doch dann kam es anders.

Denn der eingewechselte Shqipon Bektasi kam und machte mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend in der Nachspielzeit aus einem 0:2 noch ein 2:2 (0:0) im Derby gegen Kickers Offenbach.

Am Ende feierten 5300 Fans im Auestadion den Punktgewinn fast wie einen Sieg.

Das Spiel im Schnellcheck

Wie war das Auftaktspiel der Löwen? 

Zunächst sahen die Zuschauer eine nach Chancen ausgeglichene erste Halbzeit. Sergej Schmiks Schuss in der siebten Minute wurde gerade noch abgeblockt, Tobias Damm verpasste eine Flanke des starken Hasan Pepic (19.). Auch Tobias Becker (37.) und Mike Feigenspan (43.) waren nah dran an der 1:0-Führung.

Aber auch die Offenbacher blieben gefährlich. In der 14. Minute sah sich KSV-Keeper Kevin Rauhut nach einem langen und hohen Ball gegen die Sonne gleich zwei Kickers-Spielern gegenüber, wenig später kam Klaus Gjasula frei zu einem aber eher harmlosen Kopfball (20.). Die größte Möglichkeit hatte aber Thomas Franke, dessen Direktabnahme nur knapp am rechten Pfosten vorbeirauschte (36.).

Aktualisiert:

1. August, 9.14 Uhr

Nach der Pause konnten die Löwen dann innerhalb von neun Minuten fast schon alle Hoffnungen begraben. Martin Röser hatte über halblinks zu viel Platz, legte sich den Ball noch mal auf den anderen Fuß und traf unhaltbar für Kevin Rauhut zur Gäste-Führung (52.). Und kurz nachdem Sylvano Comvalius das 1:1 auf dem Fuß hatte, gab es den nächsten Schock für den KSV. Flanke Alexis Theodosiadis, Kopfballtor Benjamin Pintol – 0:2 (61.). Hoffnung keimte dann mit der Einwechslung von Shqipon Bektasi auf. Erst ein Kopfball (74.), dann ein Distanzschuss (79.) und schließlich der Anschlusstreffer in der 83. Minute, nachdem ihn Comvalius auf der linken Seite bedient hatte. Jetzt wachten die Löwen auf und bauten unglaublichen Druck auf. Die Belohnung folgte in der zweiten Minute der Nachspielzeit, als Shqipon Bektasi einen Eckball von Hasan Pepic zum umjubelten 2:2 ins Netz köpfte.

Ist das Ergebnis am Ende gerecht? 

Auf jeden Fall. Die Löwen haben in der Schlussphase einfach unglaublich viel investiert und die Offenbacher weit in ihrer Hälfte eingeschnürt. Das 2:2 war einfach der Lohn für viele herausgearbeitete Chancen, die vorher noch nicht genutzt wurden.

Wer war der Mann des Abends im Auestadion?

Shqipon Bektasi, wer sonst? Seine Einwechslung hat für unglaublich viel Belebung im Spiel nach vorn gesorgt (siehe Text unten). Neben ihm verdienten sich auch der überall auf dem Feld wirbelnde Außenverteidiger Henrik Giese und der im Mittelfeld sehr präsente Hasan Pepic jede Menge Lob.

Gab es einen Aufreger im Derby?

Ja, und zwar in der 43. Minute. Als Tobias Becker im Mittelfeld bei einem Zweikampf gegen Offenbachs Klaus Gjasula zwar hart einstieg, dabei aber den Ball traf, sah er von Schiedsrichter Tobias Fritsch die Gelbe Karte. Darufhin gab es ein gellendes Pfeifkonzert, und auch an der Seitenlinie ging es hoch her. KSV-Trainer Matthias Mink und sein Gegenüber Rico Schmitt gerieten verbal aneinander und zumindest gingen sie nicht mit der gleichen Meinung wieder auseinander.

Wie war die Stimmung beim Auftaktspiel?

Zugegeben, es waren keine 12.000 Zuschauer wie beim Freundschaftsspiel gegen den Hamburger SV, aber die Kulisse im Auestadion gestern konnte sich sehen und hören lassen. Die beiden Fangruppen lieferten sich fast ein 90-minütiges Duell der Schlachtgesänge. Unrühmlicher Höhepunkt hingegen war das Abbrennen von Pyrotechnik nach gut einer Stunde im KSV-Fanblock

Die Bilder zum Spiel: KSV Hessen Kassel vs. Kickers Offenbach

Unser Ticker zum Nachlesen

Live Blog Fußball-Regionalliga: KSV Hessen Kassel - Kickers Offenbach
 

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