Löwen unterliegen auf dem Bieberer Berg 1:2

KSV verliert Derby gegen Offenbach - und Keeper Rauhut mit Rot

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Sah in Offenbach Rot: KSV-Schlussmann Kevin Rauhut (links).

Offenbach. Bitteres Hessenderby: Der KSV Hessen Kassel verlor bei den Offenbacher Kickers 1:2. Zudem sah Torhüter Kevin Rauhut in der Schlussphase Rot. Das Spiel im Schnellcheck.

Wie war des Spiel auf dem Bieberer Berg?

Von Beginn an sehr abwechslungsreich, mitunter rasant, phasenweise aber auch zerfahren. Dann sah man beiden Teams an, dass viel auf dem Spiel stand – schließlich muss sich der Verlierer wohl für längere Zeit aus den vorderen Tabellenrängen verabschieden.

Doch der Reihe nach. 1:1 stand es nach 45 Minuten. Das war gerecht – und doch ärgerlich für die Löwen. Die hatten anfangs Probleme, konnten froh sein, dass Rauhut gegen Stefano Maier (5. und 12.) zweimal ein Gegentor verhinderte. Dann aber wurde der KSV stärker. Tobi Becker (14.) und Dennis Lemke hatten richtig gute Chancen. Und Mike Feigenspan, der traf. Ein blitzsauberer Konter, ein überlegter Schuss - das 1:0 in der 19. Minute.

Es hätte noch besser kommen können, hätte Sylvano Comvalius die Verwirrung der Gastgeber bestraft (24.). Stattdessen bauten die Löwen den OFC wieder auf. Nicolai Lorenzoni bekam den Ball nicht weg, Martin Roeser machte ihn zur Strafe rein (25.). Rauhut verhinderte kurz vor der Pause sogar noch das 1:2 durch Markus Müller.

Nach der Pause machten die Offenbacher richtig Druck. Immer wieder im Blickpunkt: Kevin Rauhut. Vor allem gegen den Torschützen Roeser klärte der Keeper zweimal glänzend. Der KSV schaffte fast keine Entlastung mehr. Das wurde bestraft. Nach einem der zahlreichen Freistöße köpfte Benjamin Pintol zum 2:1 (75.) ein. In der Schlussphase wurde es für den KSV noch bitterer. Und damit zu Frage zwei:

Wer war die tragische Figur des Spiels?

Kevin Rauhut! Kassels Torhüter stand wie beschrieben immer wieder im Blickpunkt. Er war von Beginn an hellwach und verhinderte mehrfach mit seinen Paraden Gegentore. Er hatte das Zeug zum Spieler des Spiels. Und wurde zur tragischen Figur. In der 87. Minute sah Rauhut nach einer Notbremse gegen Müller Rot. Weil der KSV dreimal gewechselt hatte, musste Tobi Damm ins Tor. Der hatte Glück, dass Pintol den Elfmeter verschoss. Und Pech, dass er später noch das Knie von Scheu ins Gesicht bekam.

War das Ergebnis auch gerecht?

Leider ja. Offenbach tat einfach mehr für diesen Sieg, war vor allem nach der Pause die klar dominierende Mannschaft.

Gab es in der Partie einen Knackpunkt?

Aus Sicht der Gäste auf jeden Fall. Die beiden aufeinanderfolgenden Szenen in der 24./25. Minute waren richtig, richtig ärgerlich. Als im Strafraum der Gastgeber größtes Chaos herrschte, da hätte Comvalius zweimal das 2:0 erzielen können, wenn nicht müssen. Statt die Gastgeber früh vielleicht schon entscheidend zu schocken, fiel auf der Gegenseite der ärgerliche Ausgleich. Aufreger Nummer zwei für beide: Der Rasen. Spöttischer Kommentar auf der Tribüne: „Ein Paradies für Maulwürfe.“ Für Fußballspieler jedenfalls nicht.

Wie war es diesmal mit der Übertragung von Sport 1?

Die KSV-Fans in Offenbach blieben bei ihrer Haltung. Sie hatten das „Sch... Sport 1- Plakat“ ausgerollt, sie sangen gegen den Sender. Die Übertragung selbst war durchaus gelungen. Einzig: Kommentator Jörg Dahlmann bräuchte noch mal Nachhilfe in nordhessischer Sprachkunde. So einfach ist das mit den Kasselern, Kasselanern und Kasselänern ja auch nicht. Wenigstens blieb er konsequent dabei, die KSV-Spieler mal als Kasseler und mal als Kasselaner zu bezeichnen.

KSV gegen Offenbach: Die Schreckminuten von Tobi Damm in Bildern

Der Ticker zum Nachlesen

Live Blog Fußball-Regionalliga: Kickers Offenbach - KSV Hessen Kassel

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