Feigenspan beeindruckt mit Solo vor dem 2:0

Mit dem Turbo an die Spitze: KSV Hessen siegt gegen Pirmasens 3:1

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Kassel. Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel bleibt obenauf. Nach dem 3:1 gegen den FK Pirmasens vor 3117 Zuschauern im Auestadion sind die Löwen auch nach dem fünften Spieltag Spitzenreiter. Der Schnellcheck.

Wie war das Spiel im Kasseler Auestadion?

Der KSV bot von Beginn an eine beeindruckende Vorstellung. Dabei zeigte er, wie viel Selbstbewusstsein er hat und wie abgeklärt er schon ist. Der Ballbesitzanteil lag ersten Berechnungen zufolge bei 99,9 Prozent. Und wenn Pirmasens mal an den Ball kam, eroberten sich die Löwen ihn in Windeseile zurück - ein Beweis mannschaftlicher Geschlossenheit im Spiel gegen den Ball.

Mit Ball lief es aber auch ganz gut gegen einen Gegner, der vor eine Vierer-Abwehrkette vorsichtshalber noch eine Fünfer-Abwehrkette installiert hatte und nur auf ein 0:0 aus war. Nach zwölf Minuten aber war der Plan dahin: Tim Welker gelang der öffnende Pass auf Tobias Damm, der nach innen zum freistehenden Shqipon Bektashi spielte. Und für den KSV-Stürmer war es ein Leichtes, sein siebtes Saisontor zu erzielen.

Auch wenn es im Anschluss nicht Großchancen im Minutentakt gab: Die Löwen hatten alles im Griff und legten kurz vor der Pause nach: Nach Mike Feigenspans 2:0 soll selbst Usain Bolt froh gewesen sein, dass Feigenspan vorgezogen hat, Fußball zu spielen und nicht beim 100-Meter-Lauf der Leichtathletik-WM teilzunehmen.

Nach dem Wechsel tat sich nicht mehr so viel - bis zur 89. Minute. Da traf erst der ehemalige Baunataler Neil-Nigel Bier aus dem Nichts zum 2:1. Im Gegenzug aber machte Bektashi mit seinem achten Saisontor alles klar. Die Löwen mussten also nur kurz zittern.

Wer war Mann des Tages?

Mike Feigenspan. Das 2:0 war eine Demonstration seiner Schnelligkeit und seiner Wucht, die er ins Spiel einbringen kann. Kurz vor der Halbzeit erhielt der 20-Jährige den Ball weit vor der Mittellinie, dann legte er seinen Turbo ein. Er sprintete und sprintete, wimmelte einen Gegenspieler ab, wimmelte einen weiteren Gegenspieler ab - und schloss überlegt ab. Das war ganz große Klasse - und der KSV kann wirklich nur hoffen, dass dieses Tor kein Scout einer Profimannschaft gesehen hat.

Gab es sonst noch Szenen, die eher selten sind?

Ja, und wieder hat Mike Feigenspan damit zu tun. Zehn Minuten vor seinem Treffer gab es nämlich schon einmal ein Solo des KSV-Angreifers. Dabei zerrte erst Gegenspieler Adam Bouzid an seinem Trikot, Feigenspan aber lief einfach weiter. Später brachte ihn dann Gegenspieler Marco Steil zu Fall. Schiedsrichter Tobias Reichel gab anschließend beiden Pirmasensern Gelb - völlig korrekt und doch kurios.

Wie viele gute Chancen hatte eigentlich der FK Pirmasens?

Eigentlich keine. Und trotzdem machte der FK ein Tor. Das ist große Kunst.

Wie war die Atmosphäre im Auestadion?

Es kamen 3117 Zuschauer - und damit mehr, als von KSV-Finanzvorstand Dirk Lassen vorher erhofft. Kurz vor Anpfiff standen noch Menschen vor den Kassenhäuschen. Das hat es bei einem Ligaspiel gegen eine Mannschaft, die nicht zufällig Offenbach heißt, lange nicht gegeben. Es scheint so langsam wieder in zu werden, zum KSV zu gehen. Die Stimmung im Stadion wird daher immer besser.

Wie geht es nun weiter für den Spitzenreiter der Regionalliga?

Der KSV spielt am kommenden Sonntag auswärts gegen Aufsteiger Spielberg. Er trifft dort einen alten Bekannten: den Ex-Löwen Stefan Müller.

Die Fotos vom Spiel

KSV Hessen Kassel gegen Pirmasens: Die Bilder des Spiels

Der Ticker zum Nachlesen

Live Blog Fußball-Regionalliga: KSV Hessen Kassel - FK Pirmasens
 

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