Hattrick durch Shqipon Bektashi

Torrausch gegen Steinbach: KSV Hessen gewinnt 5:0

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Kassel. Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel hat nach den Festspielwochen ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt und Aufsteiger Steinbach 5:0 bezwungen. Vor 2063 Zuschauern im Kasseler Auestadion war Shqipon Bektashi der Mann des Abends. Er erzielte drei Treffer. Der Schnellcheck zum Spiel.

Wie war das Spiel im Kasseler Auestadion? 

Aktualisiert
um 21.29 Uhr.

Die Löwen begannen mit dem Elan einer Mannschaft, die gerade sehr viel Lob nach einer tollen Leistung im Pokal gegen Hannover eingeheimst hatte. Mike Feigenspan, diesmal wie Benjamin Girth von Anfang an dabei, hätte schon nach drei Minuten zwei Tore erzielen können. Das Problem: Nach drei Minuten stand es noch 0:0. Fortan versuchte der KSV, mit spielerischen Mitteln den Steinbacher Beton zu durchbrechen. Nur ganz selten gelang das. Die Löwen hatten so zwar einen Ballbesitzanteil, der Münchnerische Ausmaße annahm, ihnen fehlte aber letztlich das Tempo, um die harmlosen Gäste ernsthaft ärgern zu können. In der zweiten Halbzeit erzwang das Team von Trainer Matthias Mink sein Glück: Nicolai Lorenzoni drang in den Strafraum ein, Sven Waldschmidt brachte ihn zu Fall. Nach zwei strittigen Situationen im ersten Durchgang pfiff Schiedsrichter Marcel Schütz diesmal Elfmeter. Tobias Becker verwandelte. Fortan war es ein anderes Fußballspiel. Jetzt lief es beim KSV. Und Steinbach war entlarvt als Team, das vor allem vom Zerstören lebt. Einer drehte nun beim KSV besonders auf: Shqipon Bektashi, der traf bis zur 72. Minute, wie er wollte. Plötzlich stand es 4:0 - Mike Feigenspan traf mit dem Schlusspfiff zum 5:0. Die Löwen im Torrausch.

Wer war der Mann des Abends?

Shqipon Bektashi. Der Stürmer der Löwen steigerte seinen Doppelpack aus dem ersten Saisonspiel gegen Offenbach (2:2) und erzielte einen Hattrick, für den das Wort lupenrein erfunden wurde. Wenn Bektashi so weitermacht, hat er am Ende 85 Saisontore auf seinem Konto.

Wie schlug sich KSV-Neuzugang Nicolai Lorenzoni?

Der Mann, der vor zwei Wochen aus Chemnitz nach Kassel kam, war als linker Außenverteidiger in der ersten Halbzeit eher unauffällig. Sergej Schmik machte über die rechte Seite mehr Dampf. Nach der Pause war Lorenzoni aber an der entscheidenden Szene beteiligt - danach wirkte auch er agiler.

KSV Hessen gewinnt 5:0 gegen Steinbach

Wer war beim KSV für die Kaltgetränke nach dem Spiel verantwortlich? 

Wir wissen es nicht. Heißer Kandidat: Mike Feigenspan, der in der 67. Minute eine Chance in bester Mario-Gomez-Manier vergab. Wie gut, dass sich Bektashi zuvor und danach in einer 85-Saisontore-Form zeigte. Er könnte seinen Jungs eigentlich auch mal einen ausgeben - zumal Feigenspan dann ja doch noch traf.

Wie war die Atmosphäre?

Nun ja, Hannover ist nicht alle Tage. Dass am Ende nach dem überzeugenden Auftritt im Pokal nur 2063 Zuschauer kamen, war dann doch enttäuschend. Andererseits: Der Gegner hieß halt Steinbach.

Statistik

KSV: Rauhut - Schmik, Welker, Giese, Lorenzoni - Brill - Becker, Pepic (80. Evljuskin)- Feigenspan, Girth (67. Damm), Bektashi (72. Dawid)

Steinbach: Vogl -Walrich (53. Below), Waldschmidt, Saighani, Tomas - Jakobs, Reith, Burk, Tahiri - Bellinghausen (67. Hamanaka), Jais.

Schiedsrichter: Schütz (Worms).

Zuschauer: 1500

Tore: 1:0 Becker (48. , Foulelfmeter), 2:0, 3:0, 4:0 Bektashi (50., 57., 72.), Feigenspan (90.)

Gelbe Karten: Giese - Burk

Den Liveticker zum Nachlesen:

Live Blog Fußball-Regionalliga: KSV Hessen Kassel - TSV Steinbach
 

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